24.01.2020: Der gluckliche Weltkrieg

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gedankensalat
  4. Gelesen, geguckt und gehört
  5. Kieselfunk

Foto des Tages

Voll im Glanz

Voll im Glanz

Tagesgeplätscher

Die Nacht

Relativ gut geschlafen. Mir träumte, ich wäre zu Gast in einer anderen Welt. Sie verschachtelt und bunt und chaotisch und wirr. Große Vulkanschlote spuckten farbigen Rauch in den Himmel. Die Rauchwolken sahen aus wie Atompilze, was mich zuerst sehr erschreckte. Ich begleitete eine sehr hübsche junge Frau. Sie hatte gehört, dass man Beweise für eine andere Welt gefunden haben. Eine andere Welt, eine andere Stadt. Sie erzählte mir davon und irgendwie kam mir diese Geschichte bekannt vor. Ich kam aber nicht auf den Zusammenhang.

Die Autoritäten verfolgten uns und wir flohen durch Gänge und Kammern. Viele waren vollstopft mit Kuriositäten und merkwürdige Gestalten lebten darin. In einem saßen die kleinen Bischöfe im Kreis hinter einer Theke und tranken zum Frühstück teure Schnäpse. Wir trafen auch auf den unangenehm opportunistischen Verlobten der jungen Frau, der versuchte, uns zum Aufgeben zu bewegen. Doch wir flohen weiter. Mehr und mehr erfuhr ich über diese seltsame Welt, wo giftige Dinge immer nur unter der Erde verarbeitet wurden und die Menschen und anderen Wesen meist in riesigen, schlossartigen Anlagen lebten um die Natur nicht zu stören. Alles wirkte so, als hätten sich Künstler diese Welt erdacht.

Später kamen wir in ein Tal, dessen Sohle mit einem flachen See bedeckt war. Hier trafen sich einmal in der Woche die Lehrer, um sich mit Schild, Schwert und Speer zu bekämpfen. Sie bildeten Gruppen und gingen brüllend aufeinander los. Einige stürmten die Hänge hinab, andere stellten sich ihnen mannhaft entgegen. Abseits standen die Schüler und feixten.

Den seltsamen Verlobten wurden wir los, als er zu einer Freundschaftsmission zu einem Stamm geschickt wurde, die man ,,die Kröten'' nannte. Er war von diesem (wohl gefährlichen) Auftrag nicht begeistert und er beschwerte sich, dass er als einziger der Gruppe wehrlos sei: Der Anführer sei bewaffnet und der andere Teilnehmer habe ja seinen ,,Gret''. Ich wusste erst nicht, was ein ,,Gret'' sein könne, aber dann sah ich ein sehr großes, grünes und harthäutiges Geschöpf. Ein ,,Gret'' schien so etwas wie ein persönlicher Leibwächter zu sein. Der Anführer grinste nur und schielte zu meiner jungen Begleiterin herüber. Die Sache war damit recht klar und das Schicksal des Verlobten besiegelt. Dem Mädel schien das nichts auszumachen: Sie hatte sich den Verlobten nicht ausgesucht.

Wir fanden dann in einer Kammer den Beweis für die andere Welt, die andere Stadt: Es war ein Film! Der Film ,,Metropolis'' von Fritz Lang! Wie war er nur hier her gelangt? Für die junge Frau war der Film wie das Evangelium und nun erfuhr ich auch noch, dass man hier einen gewissen ,,Wäider'' anbetete.

Darth Vader? Wirklich?

Tatsächlich war in einer Art verschlossenem Schrein eine überlebensgroße Statue dieses Charakters versteckt. Als man mir dann noch davon berichtete, dass angeblich einst gotthafte Gestalten von ,,Äppel'' diese bunte Welt gestaltet hätten, bekam ich einen Verdacht: War dies alles hier künstlich erschaffen worden? Hatten hier irgendwelche Designer versucht, eine perfekte Welt zu erschaffen? Hatten sie dabei auch -- absichtlich oder unabsichtlich -- ihre eigenen Träume und Vorstellungen mit in die Struktur des Ganzen verwoben?

Leider habe ich das nie herausfinden können, denn vorher bin ich aufgewacht.

Der Morgen

Heimscheissertag! Aufgestanden um halb sechs und erst einmal Kaffee gemacht. Dann Todo-Liste sortiert. So ab sieben Uhr dann an den Arbeitsrechner.

Der Arbeitstag ging ganz flott vorüber und nachmittags bin ich schnell zur UB, um ein Buch abzugeben. Feierabend um 16 Uhr. Dann Dinge im Haushalt erledigen bis der Thronfolger kommt.

Der Abend

Recht kurz nach dem Feierabend hat sich dann schon der Thronfolger angekündigt, denn er hatte selber gerade Feierabend (er macht ein Praktikum) und kam mal eben rüber. Wir haben weiter die ,,Wendepunkte des Zweiten Weltkriegs (in Farbe!!!!!11elf)'' geguckt.

Diesmal waren die Schlacht von Midway und Stalingrad dran. Mir war bisher überhaupt nicht bewusst, dass die US-Navy bei Midway wirklich alle Trümpfe in der Hand gehabt und diese ausnahmslos verspielt haben und nur pures Glück den Tag gerettet hat. Wäre die Schlacht wie von den Japanern geplant mit der Vernichtung der amerikanischen Trägerflotte ausgegangen, hätte das den Zweiten Weltkrieg komplett anders ausgehen lassen können. Die Japaner hätten Perl Harbor erobern und die Westküste der USA bedrohen können. Möglicherweise wären damit die USA aus dem Krieg heraus gewesen.

Was Stalingrad angeht, war mein Lerneffekt, dass ich bisher auch der eher deutschen Ansicht auf den Leim gegangen bin, der Hauptfeind der Deutschen in Stalingrad wäre das Wetter gewesen (,,der Winter war schuld!''). Dabei werden aber gerne die unglaublichen Anstrengungen der Sowjetunion übersehen, sich technisch und organisatorisch zu modernisieren und sich neu auszurüsten. Die Deutschen haben bei Stalingrad ihren ,,Blitzkrieg'' aufgegeben und die Sowjets haben diese Taktik erfolgreich übernommen.

Übrigens haben auf sowjetischer Seite auch unglaublich viele Frauen an der Front mitgekämpft.

Später am Abend dann noch Podcasts gehört und Glucks Helles getrunken (lecker!).

Gedankensalat

Immerhin habe ich festgestellt, dass ich wieder lieben kann.

Gelesen, geguckt und gehört

Ein Tag in Mosul | Enno Lenze

Enno geht dort hin, wo sich andere Journalisten sich nicht hintrauen.


Energiewende – Mythen reloaded | Capital

Die Propaganda-Mythen der ,,Verbrenner-Lobby'' mal dekonstruiert. Man wundert sich schon, dass man so etwas in der ,,Capital'' lesen kann!


Syrien: Hasaka – in der Schlangengrube des Jihadismus | NZZ

(Zitat) Wenn der Westen militärisch nicht eingreifen will, könnte er immerhin logistisch helfen. Indem sie den Kurden Hochsicherheitsgefängnisse bauen, diese mit tauglichem Gerät ausrüsten und Personal ausbilden würden, könnten westliche Staaten mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Wirkung erzielen. (/Zitat)

Kieselfunk

Heimscheissertag

Schnell zur UB
  • Ich bringe ein Buch weg
  • Kritikkritik
  • Es ist kalt

PS: Den Pop-Schutz habe ich übrigens wiedergefunden!