KieselBlog

Flusskiesels Notizen

2022-07-28 Donnerstag - Röntgen

Trotz tränendem linken Auge habe ich recht gut geschlafen.

Mir träumte, mich hätte es in eine andere Welt verschlagen. Dem Fürsten gefiel ich und er wollte mir an die Wäsche. Als wir alleine waren, tötete ich ihn mit einer Gabel, die ich ihm tief in die Schläfe stieß.

Dann zog ich mich schnell an und floh. Wie durch ein Wunder entwischte ich den Wachen und schwamm durch den Fluß. Dann versteckte ich mich unter der Brücke. Eine große Gruppe Sklaven marschierte über diese Brücke, doch mit einem Mal bleiben alle stehen und ließen sich auf die Knie fallen. Die Sklaven waren allesamt Muslime und nun war Zeit für ihr Gebet.

Als sich alle zum Boden neigten, schauten mich durch die Lücken in den Balken hundert schwarze Augen an.

Doch sie schauten nur und verrieten mich nicht.

Gott ist groß!

* * *

Ich sitze im Wartezimmer der Röntgenpraxis. Irgendetwas stimmt mit meiner Anmeldung nicht: Nennt mich Hiob!

Immerhin tut das Auge fast nicht mehr weh.

Meine Laune ist eher so mittel und ich versuche, die ganze Chose als Prüfung zu sehen.

Leichter Kopfschmerz.

* * *

+++ MELDUNG +++ Der Wal wurde erfolgreich geröntgt!

* * *

Ich bin ein wenig entäuscht: Der Doc wundert sich, warum die mich nicht im Krankenhaus behalten haben, um den Bruch zu operieren.

Der Bruch ist nur minimal geheilt und der Spalt im Knochen ist zu groß als dass er von alleine Zusammenwachsen könne.

Ich habe das Gefühl, immer hin- und hergeschoben zu werden und inzwischen mehr als einen Monat verloren zu haben.

Daheim lege ich erst einmal den Fuß hoch und schlafe prompt ein.

Ein Freund warnt mich, dass die momentane Situation meine Depression triggern könnte.

Da ist was dran.

* * *

Der Fuß-Frust nagt an mir. Um mich abzulenken, schaue ich die Filme ,,Eternals" sowie ,,Ant-man and the Wasp".

Letzterer Film ist sehr lustig.