KieselBlog

Flusskiesels Notizen

2022-06-23 Donnerstag - Schlechte Nachrichten

Nachtschlaf war tief. Mir träumte, die beste Ex-Frau von Allen und ich hätten noch ein zweites Kind bekommen: Unseren kleinen Arthur. Da mein Freund D. aus Kindertagen bei mir zu Gast war, blieben die Kinder (der Thronfolger und eben Arthur) bei ihrer Mutter.

In meiner Küche hingen noch fremde Fahrräder, die wollte ich noch entfernen, um mein eigenes dort aufzuhängen.

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Nach dem Aufstehen Kreislaufprobleme. Der Tag beginnt wie in Gelee. Ein Schnürsenkel reißt und die Ersatzschuhe kann ich nicht mehr anziehen, da sie so dermaßen durchgelatscht sind.

Die nächsten zwei Straßenbahnen fallen aus und der RRX bleibt einfach eine Viertelstunde irgendwo vor Düsseldorf stehen. Ich kriege schlecht Luft.

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Mein Gehirn schmilzt. Es schwappt als brackig-warme Flüssigkeit in meinem Schädel herum.

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Die zweite Besprechung ist glücklicherweise schnell wieder zu Ende. Ich bin lustlos und träge. Wie ein Leguan liege ich da. Küken tanzen vor meinem Maul, doch ich mag sie nicht fressen.

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Im RE kurz vor dem Flughafen fragt der Zugbegleiter mehrmals per Durchsage, ob jemand von der Polizei oder der DB-Sicherheit an Bord ist. Seine Stimme klingt brüchig und zittrig. Am Flughafen bleibt der Zug erst einmal stehen. Eine Frau in der Nähe von mir redet laut mit sich selber Sie beschwert sich über den Nahverkehr.

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Dann müssen wir alle raus. Der Zugbegleiter telefoniert, seine Hände zittern.

Irgendwann können wir wieder einsteigen. Ich frage eine ältere Dame, ob sie mitbekommen habe, was los gewesen sei. Sie nickt, will aber nichts sagen.

Es war wohl etwas wirklich Schlimmes.

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Beim Hausarzt bekam ich einen Stapel Überweisungen zu Fachärzten zu weiteren Untersuchungen. Daheim erst einmal eine Stunde geschlafen.

Leider kam dann eine Hiobsbotschaft: Jemand aus dem engsten Familienumfeld hatte einen Unfall und wird morgen operiert.