KieselBlog

Flusskiesels Notizen

2022-05-06 Freitag

Unruhig geschlafen. Mir träumte, ich würde mit Freund J. im Auto über das Land fahren. Irgendwann stieg ich auf mein Fahrrad um und trat fröhlich in die Pedale. Was für ein Spaß! Die Landschaft flog dahin, die Felder standen voller Korn. Ich fuhr und fuhr. Als ich irgendwann am Bahnhof ,,Kessebüren Süd'' vorbeikam, machte ich mir Sorgen, ich wäre viel zu weit gefahren. Eine kleine Pause wollte ich dazu nutzen, um auf meinem iPad auf die Karte zu gucken, aber alle Sitzbänke waren schon von Ausflüglern belegt. Zum Glück gabelte mich bald Freund J. wieder auf und es wurde noch ein richtig schöner Abend!

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Die morgendliche Aufregung wegen des Gerichtstermins und auch der Reise schlug mir gehörig auf den Kreislauf, doch ich da ich alles ein wenig langsamer anging kam ich einigermaßen zurecht. Am Einlass des Gerichts bewies ich, dass ich in Sachen ,,Schöffe'' schon ein alter Hase bin und sowohl presste Ladung als auch Personalausweis sofort an die Panzerglasscheibe der Pförtnerloge. Vor der Verhandlung trank ich in der Gerichtskantine noch einen überraschend guten Kaffee.

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Der erste Verhandlungstag war anstrengend (über Details darf/soll/mag ich ja nicht berichten), aber zum Glück schon gegen Mittag beendet und so konnte ich noch ein wenig Büro. Meinen Reiserucksack schloß ich derweil in einem Bahnhofsschließfach ein.f

Hier ein kleiner Tipp für Euch, wenn Ihr Schließfächer an Bahnhöfen nutzen wollt:

Nehmt Fächer, die möglichst weit oben liegen -- denn in die können die Leute nicht so gut rein scheißen!

Übrigens könnte die DB für die horrenden Gebühren, die so ein Schließfach kostet, die Dinger auch mal ab und zu sauber machen!

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Zugfahrt. Ich wedele die ganze Zeit mit meiner ausgedruckten Schnupperbahncard herum.

Ich hatte mir viel zu Lesen und zu Schreiben vorgenommen, jedoch bin ich vollkommen erschöpft und schließe erst einmal die Augen.

Nach einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem iPad.

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Erst soll der Zug umgeleitet werden, dann doch nicht.

So kann ich nicht arbeiten!

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Kurz vor Berlin-Spandau wird mir unangenehm warm. Ein Mann telefoniert sehr laut ganz knapp vor dem Ruheabteil und alle, alle, hören mit.

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Trotz "WhatsApp-Live-Standort" fanden Freund J. (übrigens der aus dem Traum aus der letzten Nacht) uns recht bald. Wir schlossen uns in die Arme und küssten uns ... nein! Natürlich drückten uns nur kurz und kameradschaftlich .

Bei J. aßen wir zu Abend und redeten bei leckerem Hellen bis ungefähr 22 Uhr. Dann fielen mir die Augen zu und ich verzog mich auf die Gästematratze.

Zum Ende des Tages wurde ich übrigens immer kurzatmiger.