KieselBlog

Flusskiesels Notizen

2022-01-11 Dienstag

Wenig Schlaf. Mir träumte, ich wäre lange abwesend gewesen und würde nun in meine Wohnung zurückkehren. Auf dem Monitor des PC lief der Bildschirmschoner. Man konnte die Wörter „Shy Lady" lesen. Als ich die Wörter in eine Suchmaschine eintippte, kam als Treffer sofort der Trailer eines Filmes. Erst dachte ich, es handele sich dabei um so einen alten Karate-Kung-Fu-Heuler, aber dann mischte mehr und mehr die Band Rammstein mit.

Ich wollte das unbedingt meinem Freund Th. erzählen, wusste aber nicht mehr, welche der vielen Telefonnummern ich wählen sollte. Die Anrufliste war leer.

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Aufgestanden um sechs Uhr. Geduscht und den Pipibecher seiner Bestimmung zugeführt. Danach zum Doc. Die Blutabnahme erfolgte angenehm fix, ich habe wie üblich nicht hingesehen.

Auf dem Heimweg Brot und Brötchen geholt. Daheim erst einmal gefrühstückt und vor dem Homeoffice noch ausgeruht. Auch wenn es mir schon besser geht, ist die Kraft noch nicht wieder ganz hergestellt.

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Die Kolleginnen nehmen mich virtuell an die Hand und das tut gut. Ein paar kleinere Aufgaben erledigt und eine 30GB große Log-Datei gelöscht. In unserer Lagebesprechung haben mir mal gesammelt, was wir im letzten Jahr ja alles geschafft haben. Diese „Schulterklopfrunde" war sehr schön.

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Irgendwann werde ich wieder auf eine meiner seelischen "Baustellen" gestoßen, die ich wohl auch wieder „erfolgreich" von mir weggeschoben habe. Die Zeit des verstärkten Homeoffice (in dieser Woche werde ich überhaupt nicht nach Düsseldorf fahren) sollte ich für innere Arbeit und Self care nutzen.

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Mittagsspaziergang im Sonnenschein. Der botanische Garten in Duissern ist fast menschenleer. Ich finde eine trockene Bank und verschnaufe. Energielevel: 70%

Während mich die Wintersonne wärmt, sortiere ich meine inneren Baustellen. Es ist doch schade, dass die Arbeiter dort niemals Urlaub machen. In diesem Moment fühle ich das innere Kind sehr stark. Es ist verängstigt und klammert verzweifelt.

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Ich rufe mir ins Bewusstsein, wer ich wirklich bin: Kein Kleinkind mehr, sondern ein Erwachsener.

Als ich von der Parkbank aufstehe, nehme ich mir vor, meine Handschuhe aus dem Schrank zu holen. Es ist doch ganz schön frisch!

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Nebenbei gefragt:
Was macht eigentlich der Leitzins? Liegt der immer noch faul in der Hängematte herum?

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Am frühen Nachmittag dann mal wieder ein mittlerer Trigger: Eine (natürlich) komplett harmlose Nachricht löst einen Gefühlsturm aus. Spontan stelle ich mein Telefon auf die Hotline um und gebe kurz Bescheid, dass ich mal für 20 Minuten nicht erreichbar bin. Dann setze ich mir meine guten, neuen Kopfhörer auf und mache die Meditation ,, Schwierigkeiten erforschen" aus dem MBCT-Kurs. Die ist sehr hilfreich und bald kann ich weiterarbeiten.

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Es ist eine Menge zu tun und ich muss mal wieder Aufgaben sortieren.

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Todesursache: Dänische Remoulade

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Feierabend, Einkauf beim Discounter. Danach neben dem Kochen des Abendessens (Gnocci- Sauerkraut-Pfanne) nicht mehr viel geschafft. Immerhin eine Rechnung angewiesen.

Gegen 22 Uhr ins Bett.