KieselBlog

Flusskiesels Notizen

2022-01-06 Donnerstag

Ruhige Nacht. Trotzdem wieder vollkommen kraftlos aufgewacht. Insgesamt habe ich fast 12 Stunden geschlafen und mache mir langsam Sorgen.

Bahnt sich ein depressiver Schub an? Allerdings habe ich momentan eher den Eindruck, auf einem guten Weg zu sein.

Es fällt mir gerade sehr schwer zu entscheiden, was gut für mich ist. Da endlich mal wieder die Sonne scheint, entscheide ich mich für einen Spaziergang.

Das Anziehen fällt mir unglaublich schwer: Muskeln und Gelenke sind steif. Beim Laufen tut der Rücken weh. Doch ich halte mich tapfer und sowohl Licht als auch Luft und Bewegung tun gut. Ich bereite meinen alten Hoodie auf einer Sitzbank aus und schreibe diese Zeilen .

Auch das ist hilfreich.

Ich beschließe, Termine beim Hausarzt und beim Kopfdoktor zu machen, um mögliche Ursachen und eine eventuelle Anpassung meiner Medikation zu klären.

Was mich besonders besorgt ist, dass meine Akkus so unglaublich schnell leer sind und ein einfaches Ausruhen sie nicht mehr Aufladen kann.

• • •

Was meine Aufgaben angeht, so schickte ich um und konzentriere mich auf das Allernötigste.

• • •

Den Spaziergang wegen starken Schmerzen im linken Sprunggelenk abgebrochen. Mir bleibt auch nichts erspart...

• • •

Daheim auf dem Sessel ausgeruht und zwei Schmerztabletten genommen. Habe ich vielleicht eine Entzündung im Körper?

Nach einer Stunde Dösen waren die Batterien wieder ein wenig aufgeladen und ich begann Rotkohl zu schnippeln. Mittendrin ging mir dabei allerdings wieder die Puste aus.

• • •

Wofür Bloggen dann doch gut ist: Wenn ich so die letzten Einträge durchsehe, finde ich doch so einige Passagen, in denen es um Dunkelheit und Trübnis geht.

Später ging es mit dem Rotkohl weiter.

Dabei hörte ich von Heinz Strunk "Mit Hass gekocht". Darin channelt Strunk gefühlt die alten Hörspiele von Helge Schneider.

• • •

Letztens unterhielt ich mich mit einem Freund über Geldanlagen.

Ich habe mich jetzt für einen Bio-Rinderfond entschieden.

• • •

"Hi! Wir waren nur gerade in der Nähe und dachten, wir schauen mal vorbei! Keine Angst: Wir wollen Dich nicht heimsuchen! Wir bleiben einfach für immer!"

• • •

„Fenster auf Kipp und dabei die Heizung an - na, Ihr müsst es ja haben!"

• • •

Während der Rotkohl sintert, bekomme ich eine freundliche E-Mail und die legt etwas Weiches auf die Seele.

Währenddessen spricht Max Goldt in meine Ohren und das tut sowieso gut.

Gegen 22 Uhr ins Bett gekrochen.