KieselBlog

Flusskiesels Notizen

2021-12-31 Freitag

Gut geschlafen. Die Träume waren vom Computerspiel "Kingdome Come" sowie von der Serie „Rick and Morty" geprägt.

Mir träumte, meine Spielfigur wäre zur Marskolonie gereist und würde das dortige Studienkolleg besuchen. Außerhalb des Kollegs erschien vor mir auf dem Bildschirm ein immer kleiner werdenden Balken, welcher meinen restlichen Sauerstoffvorrat anzeigte.

Also musste ich regelmäßig ein Gebäude aufsuchen, um den Vorrat wieder aufzufüllen. Doch zuerst musste ich den „Negativ-Mann" besiegen, der hier sein Unwesen trieb. Ich stellte ihn in einem Labyrinth aus alten Backsteinen . Während des Kampfes verwandelte ich mich in die vier Meter große Melissa und meine 1.500-Kilo-Schläge bombten den Negativ-Mann ins Jenseits. Seinen Leichnam warf ich mir die Schulter und trug ihn zum Kolleg - ein Leichtes für eine vier Meter große Frau!

Zurück am Kolleg dann der Schock: Die Hälfte der Studierenden war tot! Sie lagen kreuz und quer auf dem Boden, hingen schlaff in Stühlen oder waren über Tischen zusammengesunken. Ich legte den toten Negativ-Mann zu den anderen Leichen und ging in das Zimmer, dass ich mir mit drei Kommilitoninnen teilte. Von den drei war nur die eine Schlanke mit den langen, schwarzen Haaren am Leben. Obwohl ich erleichtert war, dass ausgerechnet sie noch lebte, machte mich der Anblick der leeren Betten meiner verstorbenen Kameradinnen traurig. Die Schlanke erzählte mir von einem Tödlichen Virus, auch von einem Anschlag sei die Rede. Dann verließ sie den Raum und ich blieb mit meinen Gedanken alleine zurück.

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Vor dem Aufstehen noch ein wenig im warmen Kuschelbett gelegen. Plötzlich fiel mir auf, dass ich bisher noch keinen einzigen Böller gehört habe. Begeistert stand ich auf.

Am Vormittag fuhr ich über Münster nach Steinfurt, um dort mit meinen alten Freund D. Silvester zu verbringen.

Der IC nach Münster war gut gefüllt, doch ich hatte klugerweise einen Sitzplatz reserviert. Während der Fahrt tippte neben mir eine junge Frau hektisch auf einen Laptop herum , meine Wenigkeit bloggte mit Hilfe des Remarkable, dass sich in der Enge gut bewährte.

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Münster Zentrum Nord: Hier wohnt das Ende aller Dinge.

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Münsterland, flaches Land. Wälder, Hänschen, viele Felder. Ein Windrad steht blöde in der Gegend herum.

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„Ach, Schatz!" Ich hol' um ne Pulle Doppelkorn und dann machen wir es uns schön!"

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Münster Häger.

Hier sind Wikinger witze streng verboten.

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Dieses Land hier ist wie ein dicker, trockener, magerer Schinken.

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Steinfurt-Borghorst Auch hier diese kastigen Einfamilien-Höllen, die sich seit Jahren wie Warzen über das Land streuen.

Nur Umspannwerke sind noch Orte des grau lackierten Trostes.

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Freund D: wohnt in einer schönen neuen Wohnung in nahezu perfekter Lage für Fußgänger: Alle Geschäfte des täglichen Bedarfs sind in direkter Nähe, dazu ist die Straße sehr ruhig.

Wir haben gegrillt bei fast frühlingshaften Temperaturen. Zwischendurch haben wir neben den Klassikern „Dinner for One" und „Der Silvester punsch" noch mehrere Folgen von „Ein Herz und eine Seele" geschaut. Mein Tipp ist Folge 2 ( "Der Fernseher"):
Ekel Alfred tritt den Beweis an, dass es schon damals "Verschwörmpschwurbler gab.

Die Einlassungen von Alfred könnten auch von einem „Querdenker" unserer Tage stammen.

Der Jahreswechsel war unspektakulär.

In den frühen Morgenstunden auf Sofa gesunken.