KieselBlog

Flusskiesels Notizen

2020-12-27 Sonntag

Die Nacht

Schlaf mit vielen Unterbrechungen. Mir träumte, ich würde mich mit meinem besten Freund Flöte in Düsseldorf treffen. Wir liefen durch die Stadt, doch es wurden immer mehr Menschen in den Straßen. Die Menschen rannten voller Angst in eine Richtung und wir folgten ihnen. Wir durchquerten die Gänge von U-Bahnen und ich stritt mit einem jungen Mann, der ein Coronaleugner war. Er faselte irgendwelche zusammenhanglose Zahlen vor sich hin und auf meine Frage, wem dieses Verschwörung denn nützen würde, sagte er, dass er das nicht wisse. Das Ziel der weltweiten Verschwörung sei seiner Meinung, dass alle eine Maske trügen. Flöte und ich landeten in einem großen, rustikalen Restaurant. Es war voll hier und die Menschen aßen und tranken. Niemand trug eine Maske, niemand hielt Abstand. Als ich mein Halstuch vor das Gesicht zog, wurde ich angefeindet. Sie suchten den Ausgang und fanden ihn nicht. Im obersten Geschoss gab es eine Art Wintergarten und hier sammelten sich auch andere Passanten, die den Ausgang suchten. Es lag dort auch ein Mann auf dem Boden. Er lag dort wie tot und doch stand er mit einem mal auf. Der Mann machte ein furchtbares Geräusch und Aerosol strömte aus allen Öffnungen des Kopfes. Die Scheiben beschlugen und alle gerieten in Panik. Ich lief davon, da hörte ich Flöte rufen. Er rief nach mir um Hilfe! Ich kehrte um und sah, dass er sich in seiner Verzweiflung ein Plüschkostüm angezogen hatte und nun aussah wie ein grüner Drache. Ich griff seine Hand und zog ihn mit mir nach draußen auf ein Dach. Dort schauten wir uns nach einer Möglichkeit um, nach unten zu gelangen. Ich entdeckte, dass man auf das Dach des Nachbarhauses klettern und von dort aus über die Garage sicher zum Erdboden gelangen könnte, doch auf dem standen die Bewohner des Hauses und schauten böse. Lauter Motorradlärm ertönte und eine Rockergang kam vorgefahren. Die bösen Nachbarn jubelten. Die Rocker entpuppten sich als Monster, welche die Apokalypse dazu nutzten, das Restaurant zu überfallen. Die Gäste und die Servicekräfte schrien vor Angst und viele versuchten zu fliehen. Sie wurden von den Rockern niedergemacht. Eine große, schöne Frau wandelte zwischen den Opfern entlang. Aus einem quer über ihre Brust geschnallten Gurt holte sie Wurfmesser um Wurfmesser und warf sie willkürlich auf Männer, Frauen und Kinder. Der Anführer entriss eine Frau ihrer Familie und stieß ihr einen Haken in den Kopf. Wie sollten wir dieser Szene, die eines Gemäldes von Hieronymus Bosch würdige gewesen wäre, nur entkommen? Da sah ich ein gusseisernes Gitter, welches sich öffnen ließ. An langen Ketten konnten Flöte, ein junger Mann in Lederjacke und ich uns herablassen in der Hoffnung, hier unten einen Fluchtweg oder wenigstens ein Versteck zu finden.

Mir träumte außerdem, ich müsste von meinen Eltern aus nach Hause fahren. Da die Zugstrecke nach Dortmund wegen Bauarbeiten noch immer gesperrt war, musste ich den Schienenersatzverkehr nach Bergkamen nehmen. Wie immer war ich unsicher, ob ich den richtigen Bus erwischen würde und stieg ein. Der Bus war voll und ich stand recht weit vorne. Auf der Fahrt unterhielt ich mich mit zwei Kindern. Beide waren Brüder und hatten ein asiatisches Aussehen. Der jüngere wollte raten, was für eine Art Soldat ich bei der Bundeswehr gewesen war und ich erklärte ihm, was Fernmeldeaufklärer so machen. Der ältere von beiden erzählte mir von einem Waschmittelhersteller, der einmal eine Art Ausgabesystem für Waschmittel-Pads auf den Markt gebracht hatte. Dieses Teil sah jedoch für kleine Kinder so verlockend aus, dass viele die Pads für Süßigkeiten gehalten und diese verschluckt hätten. Ihre Mutter hätte den Waschmittelspender deswegen immer unter Verschluss gehalten. Der Bus kam in einer Stadt an und plötzlich fuhr er in einen Kiosk. Dort stiegen wir aus und wunderten wir uns. Waren wir wirklich in Bergkamen? Kamen mir Straßen und Häuser bekannt vor? Der Junge vermisste seinen kleinen Bruder und gemeinsam beschlossen wir, ihn zu suchen.

Der Morgen

Aufgestanden um neun. Noch immer ganz schön platt, was sicher auch zum Teil am Pipamperon lag. Beim Kaffeekochen eine launige Sendung über die Vorhaut Christi gehört.

Im Radio erzählte der Wetterbericht außerdem von Schnee und Sturmböen. Ob ich heute nicht lieber drinnen bleiben sollte?

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Die Stimmung hat sich durch den relativ guten Schlaf und sicher auch wegen der Tablette am Abend zuvor gehoben. Es fühlt sich alles ein bisschen kuschelig an, was vielleicht auch an den flauschigen Stoppersocken liegt, die wir auf der Arbeit alle von unserer Chefin geschenkt bekommen haben.

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PHP-Version auf dem Webserver aktualisiert. Ein kurzer Moment der Aufregung, aber es scheint alles weiterhin zu funktionieren.

Der Tag und der Abend

Den Thronfolger besucht, um bei einem PC-Problem zu helfen (es muss eine neue Festplatte gekauft werden). Daheim dann erst einmal eine zwei neue Festplatten bestellt: Eine ist für den Thronfolger und eine kommt als Backup-Laufwerk in meinen PC. Vielleicht partitioniere ich die Platte dann auch und installiere mal ein reines Linux auf einen Teil davon.

Gegessen habe ich den Rest Grünkohl mit Drillingen aus dem Heißluftfritteuse. Die Waschmaschine lief und zwischen ein paar Angriffen auf die nächste Insel bei Carrier Command habe ich Kleinigkeiten erledigt wie z.B. Schuhe putzen. Dazu noch einem Freund einen Brief geschrieben. Kniften (eigentlich Roggenbrötchen) für den nächsten Tag geschmiert, abgewogen und in die FDDB-App eingetragen.

Fein gebadet und ein wenig im wirklich unglaublich geschwätzigen Staubfänger gelesen. Auf Youtube eine Doku über die Kelten geguckt.

Gegen halb zehn ins Bett.

Aus dem Netz gefischt

EU-UK: Was das neue Abkommen bedeutet – und was nicht | Via

(Zitat) Zugleich verlieren Britinnen und Briten zum Jahreswechsel das Recht, in allen Staaten der Europäischen Union zu leben und zu arbeiten.(/Zitat)

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Über die weihnachtliche Zuckerstange

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Schulen sind Infektionsherd | Via

Mein Kommentar dazu: Ach, was?

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Homöopathie gefährdet Menschenleben

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Klimawandel in Bangladesch – Lösung für eine neue Landwirtschaft