KieselBlog

Flusskiesels Notizen

2020-12-22 Dienstag

Nacht

Unruhig geschlafen, immer wieder kurz aufgewacht. Durch leichte Meditationsübungen immer wieder beruhigt. Die momentane Situation der Corona-Weihnacht schien mich doch mehr zu beschäftigen als ich mir selber gegenüber zugeben will. Auch machte mir der Horrorfilm vom Freitag noch zu schaffen.

Mir träumte von einer Videokonferenz mit einem Vielfachen von mir selber. Es war irgendwie dringend und es ging ständig hin und her.

Morgen

Um kurz vor vier war die Nacht zuende. Wenn das mit dem Schlaf so weitergeht, werde ich wohl mal wieder abends eine Froschpille nehmen müssen. Ist schon lange her, dass so etwas notwendig war!

Immerhin ist die Laune recht gut: Noch heute Arbeiten und dann fünf Tage frei! Auf das Kochen der Gulaschsuppe am Mittwoch vorfreute ich mich besonders: Alle Einkäufe erledigt, die Wohnung geputzt und dann abends bei schönen Radioklängen oder einem Podcast Zwiebeln und Paprika schnippeln, Fleisch anbraten, Suppe umrühren und Würzen: Ja, das wird ein Spaß!

Um kurz vor fünf war der Feedreader schon leer gelesen und alle privaten E-Mails sind beantwortet (wohl schon fast alle im Weihnachtsurlaub). Also machte ich mich auf den Weg zum Hauptbahnhof. Die Straßen waren nahezu leergefegt, nur einige verschlafene Autos tuckerten die Mülheimer entlang. Der Wind blies kräftig und Mülltonnen polterten. Am Arbeitsgericht im Landesbehördenhaus warf ich den Brief von gestern ein und freute mich darüber.

Mit etwas Glück den Zug um zwanzig nach fünf erwischt. Es waren relativ wenige Leute unterwegs, in den Waggons war reichlich Platz.

Aus dem Notizbuch

04:43 Uhr: Auf die Einkaufsliste ,,Aufbackbröchten divers'' geschrieben. Noch vor zehn Jahren völlig undenkbar!

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05:27 Uhr: Wenn mir mal jemand sagt, dass er mit mir gerne im Duett singen würde, mein Vorschlag für einen Projektnamen wäre ,,Dick und Doof''.

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05:29 Uhr: Nüchtern betrachtet ist Saufen gar nicht mal so eine gute Idee!

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06:31 Uhr: Schmiede-Meditation: Die Wertschätzung der Schwertwetzung.

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09:22 Uhr: Eigentlich auch eine invasive Art: Die Kartoffel

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11:45 Uhr:

Es hat geregnet in der Stadt.

Die Straße ist nass, die Bäume kahl.

Ein Wintervogel zwitschert.

Heimatsehnsucht keimt

nach todbraunem Acker und durchnässtem Laub.

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Der Kalender so: Heute keine Termine mehr!

Ich so: Hurra!

Aus dem Netz gefischt

Scheich Bedreddin: Die Rebellion der Derwische

Eine Welt, aus dem wir im Westen (vulgo: Ich) noch immer wenig wissen. Eine interessante Zeit der Umbrüche wird hier beschrieben.

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Ritter: Ihr letzter Kampf gegen den Ewigen Frieden

Der Titel ist ein wenig reißerisch: Es ging um den Landfrieden, nicht um Frieden überhaupt. Trotzdem ein guter Einblick in eine andere Zeit der Umbrüche, in der viele Ritter zum Raubritter wurden.

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Wenn Männer grillen

(Zitat) Ich derweil begnügte mich mit einer weniger gesundheitsgefährdenden Portion Kartoffelsalat nach Uromas Rezept. (/Zitat)

:-)

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Ein wunderbarer Weihnachtsbrauch