KieselBlog

Flusskiesels Notizen

2020-11-28 Samstag

Die Nacht

Eigentlich hätte ich ganz gut geschlafen nach der spontanen ,,Wanderung'' am Freitagabend, aber die Jungs in der Wohnung über mir haben lieber gefeiert und haben sich dabei singend und lachend über den Fußboden rollen lassen. Zumindest dem Klang nach. Zwischenzeitlich drangen die Geräusche in meine Träume ein und mir träumte, eine Jugendgang würde in meine Wohnung einbrechen, während ich im Bett lag. Erst versteckte ich mich unter meine Bettdecke, aber das vergrößerte meine Angst nur noch. Als zwang ich mich, meine Augen zu öffnen und hinzusehen. Als die fiesen Burschen in die Diele eindrangen, feuerte ich mit einem absurd großen Sturmgewehr auf sie. Eine oder zwei Geschosse zerfetzten den Türrahmen des Schlafzimmers.

Mir träumte auch, ich wäre mit anderen Leuten auf einem großen Feld mit einem Bücherflohmarkt und einem großen Happening: Viele Frauen, teilweise in bunten Kostümen und teilweise nackt, rannten auf einen Acker. Rauchschwaden hingen in der Luft. Die Szene erinnerte ein wenig an die Schlacht von Pearl Harbor. Ein alter Kamerad lief ebenfalls auf den Acker und wollte sich unter die Damen mischen, wurde aber furchtbar verprügelt. Wir anderen lachten und versuchten, nicht weiter zu stören, denn immerhin waren wir in den Niederlanden und damit in einem fremden, exotischen Land!

Mit dem Taxi fuhren wir zum Bahnhof, nur um festzustellen, dass wir den Zug knapp verpasst hatten. Hungrig gingen wir in den kleinen Supermarkt des Bahnhofs und stellten fest, dass hier neben kleinen Snacks auch ein ordentliches Büffet angeboten wurde. Mit vollen Tellern suchten wir uns einen Platz. Das war überhaupt nicht so leicht, das Ladenrestaurant war gut besucht. Ich gab meinen Teller ab, denn ich musste noch in den angeschlossenen Elektronikmarkt. Dort wollte ich für einen Bekannten zum Geburtstag eine Leinwand für seinen Beamer kaufen. Auch hier waren viele Kunden unterwegs, doch direkt am Eingang begrüßten mich zwei ältere Verkäufer, die garantiert Brüder waren. Sie führten mich erst zu den Socken, weil sie mich irgendwie falsch verstanden hatten. Dann klärte sich die Angelegenheit auf, wir lachten alle zusammen und dann trugen die Herren eine Leinwand zur Kasse. Leider hatte ich vergessen, nach dem Preis zu fragen und fürchtete einen viel zu hohen Preis (was kosten Leinwände überhaupt so?). Wieder draußen ging ich zu den anderen, die unter großen Schirmen saßen. Trotz der Schirme hatte der Regen die Rattansitze komplett durchnässt. Also wieder nichts mit im Sitzen essen!

Der Morgen

Aufgestanden um Viertel vor sieben. Starker Muskelkater in den Beinen und schmerzende Sprunggelenke, eine Folge davon, dass ich gestern fast das gesamte Tagespensum an Bewegung an einem Stück absolviert hatte. Das Gewicht stagnierte exakt auf 150,1 kg — immerhin hatte ich nach der kleinen Pizza nicht wieder zugenommen.

Während des morgendlichen Bloggens wurde es draußen langsam hell und man konnte den Raureif auf den Dächern sehen. Der Winter ist da!

Raureif

Putztag

Natürlich habe ich viel zu spät mit dem Putzen begonnen, aber trotzdem ging es einigermaßen voran. Unterbrochen wurde das Schwingen von Lappen und Aufnehmer, das Versprühen von Haushaltsreiniger und Zitronenduft nur von gelegentlichen Tänzen zu schöner Musik und einem Telefongespräch mit den Eltern. Der Samstag fühlt sich an wie ein Sonntag und hoffentlich fahre ich morgen nicht aus Versehen nach Düsseldorf!

Linuxgedöns

Beim weiteren Testen von Thunderbird unter Crostini auf meinem neuen Chromebook fiel mir auf, dass der Versand von E-Mails über den SMTP-Server von Google extrem langsam war — genauer gesagt: Das Anmelden dauerte ewig und ich es dauerte mindestens 5 Minuten, bis eine Handvoll E-Mails nach und nach abgearbeitet wurden. Ich habe in den Einstellungen dann mal von SSL/TLS auf STARTTSL umgeschaltet und mit einem Mal flutschen die E-Mails nur so raus.

Das muss ich mir mal näher ansehen.

Linux auf dem Chromebook

Gedanken

Aufschrift ist das Gegenteil von Zuschrift.

Befindlichkeit

Seit einer Woche gut gelaunt und frisch und wach. Das muss man ja auch mal erwähnen.

Beim abendlichen Spaziergang dann an Stellen voller Erinnerungen vorbeigekommen: Hier hat mal ein Freund gewohnt, dort war doch dieser nette, kleine Kiosk und dort hinten bei dem Imbiss haben wir doch nach dem Tanzen so gerne Döner geholt. Wellen von Melancholie schwappen an mich heran. Ich lasse sie schwappen. Ich akzeptiere sie und lasse den Schmerz und die Trauer zu. Ich bin alleine. Ich bin mit mir alleine.

Abendgestaltung

Zurück in meiner Wohnung war ich erst einmal ziemlich erschöpft und viele meiner Gelenke schmerzten. Ich habe mich erst mal in der Küche auf einen Stuhl gesetzt, eine Schmerztablette genommen und mich ausgeruht. Nach einer warmen Dusche ging es mir schon besser. Da das neue Chromebook ja lüfterlos ist, habe ich mal das Bloggen im Bett ausprobiert. Es geht nicht sonderlich gut, da sich dazu auf dem Bauch liegen und ein Hohlkreuz machen muss.

Morgen probiere ich das Bloggen auf dem Sofa aus! ;-)

Gelesen

Ruhe wegen Störung

Man muss sich die Urlaube halt schon selber stricken, und sei es nur am Zeichentisch.

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Dieser Leserbrief an Fefe sagt eigentlich alles über unsere derzeitige Medienlandschaft

Geguckt

Maradonas Jahrhunderttor | Via

Gehört

Ein Nachruf auf Karl Dall vom Bayerischen Rundfunk (MP3-Direktlink)

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Bleached - Hard to Kill (MP3-Direktlink)

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Monatsrückblick November mit Mathias Tretter (MP3-Direktlink

Bilderflut

Nachschub Chilisauce

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Für die eigenen Fehler gerade stehen ... ein gutes Gefühl!

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Wie geht es Dir?

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Katze

Katze

Entschuldigen Sie bitte, ich bin hier kleben geblieben :(

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Durchs Dach

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Kunst im Innenhafen

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Dein Ego würde mit Maske besser aussehen

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From Duisburg with love

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