16.03.2020: Nagetierakquise

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gelesen, geguckt und gehört

Foto des Tages

Im Grabe vereint

Im Grabe vereint

Tagesgeplätscher

Rückschau

Das Wochenende sehr ruhig verbracht: Geputzt, ein bisschen eingekauft und mich ausgeruht. Am Samstag auf dem Balkon gegrillt.

Die Nacht

Unruhig geschlafen und viel wirres Zeug geträumt. Mir träumte, meine Wohnung sähe aus wie eine Mischung aus meiner aktuellen und unserer alten Wohnung in Meiderich. Ich lag im Bett und auf einmal lag neben meinem Bett ein kleines Kind und mir war sofort klar, dass ich dieses Kind nur halluziniere. Es war der Thronfolger mit vielleicht drei Jahren. Auch wenn das Kind nicht real war, kümmerte ich mich darum, bis es seine Sachen packte, um zum Kindergarten zu gehen. Ich habe ihn an der Wohnungstür noch einmal gedrückt und ihm eingeschärft, im Straßenverkehr aufzupassen.

Der Morgen

Mit schwummerigen Gehirn aufgestanden. Kaffee und zwei, in der Heissluftfritteuse aufgebackene Brötchen von gestern. Heute arbeite ich im Homeoffice, denn ich bin jetzt so eine Art Reservist: Gestern Abend rief mich meine Vorgesetzte an und erzählte, alle Referate würden eine Art Reserve bilden, die möglichst im Homeoffice arbeitet und einspringen kann, wenn die KollegInnen vor Ort krank werden. Ob ich etwas dagegen hätte, ab heute im Homeoffice zu arbeiten ...?

Habe ich natürlich nicht. Im Laufe des Tages soll es wohl weitere Informationen geben.


Ich muss ein bisschen aufpassen, nicht in eine Art Bunkermentalität zu verfallen und mich sozusagen selbst in Quarantäne zu sperren. Stattdessen sollte ich heute auch mal an die frische Luft und Einkaufen muss ich eh und ich muss auch unbedingt was Kochen, sonst ernähre ich mich zu ungesund.


Ein Freund von mir hat eine Blutkrankheit und dürfte da wohl als ziemlicher Risikopatient im Falle einer Corona-Infektion gelten. Ich habe ihm heute Morgen eine SMS geschickt mit dem Angebot, für ihn Einkaufen gehen zu können.


Die andere Kolleginnen mit ,,Reservistenstatus'' melden sich aus dem Home-Office zur Stelle. Hoffentlich haben wir genügend zu tun. Viele unserer Bibliothekstätigkeiten hängen ja doch sehr an der pyhsischen Präsenz vor Ort. Immerhin schreibt mir eine Kollegin, wie schön es doch sei, in Jogginghose zu arbeiten und ich schaue an mir runter und sehe meine Jogginghose und muss dann doch herzhaft Lachen. Gibt es schon ein finnisches Wort für ,,Zu Hause in Jogginghose arbeiten?''

Ich müsste ja noch einen Fachartikel über mein Studium schreiben ... vielleicht fange ich damit heute an.

Im Laufe des Vormittags gibt es dann für uns einen Plan: Die Reservisten (ich mag es, diesen militärischen Begriff für uns zu benutzen, obwohl ich weiß, dass das Blödsinn ist!) arbeiten diese Woche im Home-Office und in der nächsten Woche wechseln wir.


Ärgerlich ist, wenn Du die Bibliotheksseite im Intranet des ehemaligen Ministeriums (damit ist gemeint: Das Ministerium, in dem ich vorher tätig war) aktualisieren willst, die URL für das Redaktionssystem jedoch als Lesezeichen auf dem (Ministeriums-)PC im Büro herumlungert.

Mmpf!

Update
Die URL wurde mir zugemailt und ich konnte die (kleinen) Änderungen vornehmen. Mir ist langweilig.


Eine gute Nachricht: Ein für uns in der Bibliothek sehr, sehr wichtiger Vertrag wurde unterschrieben! Juchuu!!


Neben der sich dahin schleppenden Arbeit sammele ich in meinem Kopf Kochideen für diese Woche Homeoffice. Die heute in der Frühe gelesenen Tagebuchblogartikel sind da sehr hilfreich. Die ganz hamsterfreie Einkaufsliste wächst und wächst und ich hoffe, die Sachen alle zu bekommen.

Der Nachmittag

Die leeren Regale im Aldi haben mich dann doch nervös gemacht. Als dann auch noch Hackfleisch und Tomatenmark für die geplante Bolognese-Soße ausverkauft waren ist mir eingefallen, dass jetzt eine ganze Menge Leute einen Haufen Nudeln im Keller stehen haben und ihnen wohl eingefallen sein muss, dass Nudeln ohne Soße ziemlich langsam schmecken. Da musste ich Lachen und alles war wieder in Ordnung.

Ich werde die Tage vegetarische Bolognese machen, denn Räuchertofu gab es noch reichlich.

Der Abend

Abends noch die eilige Tagesmeldung ins Intranet gestellt und ,,Möhren-Durcheinander'' gekocht (Bolo gibt es erst in den nächsten Tagen). Hat Spaß gemacht und geschmeckt, aber ich habe eine Portion zu viel gegessen.

Schnell müde geworden, gegen 21 Uhr ins Bett. Noch ein paar Zeilen gelesen.

Gelesen, geguckt und gehört

Mir ist aufgefallen, dass ich auch in dieser Rubrik zu starr werde und infolgedessen (das schreibt man wirklich zusammen!) eher kurz aufliste, anstatt etwas über die Links zu schreiben. Vielleicht kann ich das ja mal ein wenig auflockern.

Christian schreibt über sein Lieblingsgemälde und das lässt in mir den Wunsch keimen, mal wieder ein Kunstmuseum zu besuchen. Das dürfte coronabedingt momentan schwierig werden, aber es kommen ja noch andere Tage und die Kunst läuft einem nicht weg.

Gelobt sei das Virus | Kiezschreiber

Corona als Chance: Statt zentral alles in China herzustellen, sollten wir wieder mehr auf heimische Produktion setzen!


Führen wir gerade einen Krieg gegen Flüchtlinge? | Republik

Eine Analyse.


[Die Gottseibeiuns-App | Buddenbohm & Söhne](https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2020/03/08/die-gottseibeiuns-app/

(Zitat) Denn in der Wikipedia steht auch, dass die Melodie zu seinem Schlager “Musik! Musik! Musik!” mit der bekannten Zeile “Ich brauche keinen Millionen …” den späteren Titelsong der Muppetshow ergeben hat, das ist mir unfassbarer Weise nie aufgefallen. Wie wenig man aufpasst! (/Zitat)

Ist mir auch noch nie aufgefallen.


Corona | Hauck & Bauer :-)


Corona tralala | sagichdoch? *Via Christian


Der Titel dieses Interviews mit Dr. Mark Benecke klingt in Pandemie-Zeiten zwar ein bisschen makaber, aber es geht darin wirklich nicht um Corona! Versprochen!

Dr. Mark Benecke: Die Menschheit wird aussterben