12.07.2019 - Die EU im Fluss

13.07.2019 - Lesezeit: 5 Minuten

Die Nacht

Ordentlich geschlafen. Die Erschöpfung hilft dabei natürlich. Mir träumte, ich wäre in der Ruhr schwimmen: Rüber nach Fröndenberg, dort in den Fluss gestiegen und durch tiefes, reines Wasser flussabwärts geschwommen. Zwischendurch kamen kamen Morlocks und schossen mit Pfeilen auf mich, doch ich bin einfach weggetaucht. Irgendwann nur noch fröhliche Menschen auf Gummibooten um mich herum. Später ging ich an Land und zog mich wieder an (meine Anziehsachen lagen zufällig dort). Ich wollte mir noch an dem netten Freiluftimbiss ein Bier holen, bevor es wieder nach Hause ging. Ich lief an vielen, schönen und edlen Restaurants und Cafés vorbei. Die Stadt Fröndenberg hatte sich ganz schön entwickelt!
Ich nahm mir vor, jetzt jeden Abend Schwimmen zu gehen.

Der Morgen

Länger geschlafen (bis ca. halb sechs) und das hat gut getan. Linker Fuß tut noch ein bisschen weh, aber er scheint sich zu erholen. Auch sonst fühle ich mich wacher und fitter.
Küche, Kaffee, Kohlenschaufeln (alliterationsbedingt).

Befindlichkeit

Langsam ebbt die Unruhe wirklich ab und das tut gut. Ich hoffe, ich kann mich jetzt wieder besser selber einfangen und mich auf das Wesentliche (das Leben) konzentrieren.

Der Nachmittag

Nach der Arbeit mit dem Anderson Shopper (Disclaimer: Ich bekomme nichts von denen. Ist keine Werbung.) in die Stadt. Dort Büchereiausweis verlängert, Reiseführer über Lübeck und ein paar Comics ausgeliehen. Zum Kodi und zu Rossmann und einige dringend benötigte Dinge gekauft. Fröhlich mir einen Sandwichtoaster gegönnt. Während ich im Kodi herumgelaufen bin, wurde mir aber schwummerig. Der Kreislauf macht nicht mehr mit. Fühle mich kaputt.

Der Aufruf

Esst mehr Käsetoast!

Gelesen, geguckt und gehört

1. Zwischenfall im persischen Golf: USA im Eskalationsmodus | Telepolis

Was erfahren wir wohl alles nicht? Interessant der Hinweis auf die ,,Ship to Ship''-Aktivitäten von Schiffen mit iranischem Erdöl.

2. Gemeinsame Armee und abgeschafftes Einstimmigkeitsprinzip | Telepolis

Das Gerumpel um die geplante EU-Kommissionspräsidentschaft Ursula von der Leyens geht weiter. Ein paar stichpunktartige Gedanken dazu:

  1. Das ganze Theater zeigt natürlich das Demokratiedefizit in der EU.
  2. Auf der anderen Seite zeigt die mediale Abdeckung des Themas, dass ,,EU'' so langsam aber sicher als wichtig erkannt wird. Hätte man sich vor, sagen wir, 15 Jahren so sehr für die Präsidentschaft der EU-Kommission interessiert?
  3. Mehr mediale Abdeckung sorgt auch für mehr Kontrolle durch die Öffentlichkeit.
  4. Die normale Reaktion auf EU-Themen ist ja hierzulande ja immer erst ,,Das berührt uns doch nicht, was da in Brüssel passiert!'' und dann -- wenn es konkret wird sich irgendwjemand irgendwas ausgedacht hat am grünen Tisch -- ,,Brüssel mischt sich in unser Leben ein!''. Dieser Teufelskreis aus Desinteresse und Empörung könnte mit mehr Demokratie und vor allen Dingen mit mehr Aufmerksamkeit seitens der Medien und der Wähler durchbrochen werden.

3. Homöopathie-Gesetz: Deutschlands schlechtestes Gesetz | maiLab

Meine Meinung: Homöopathische Mittel (nicht: ,,Arzneimittel'') sollten nicht wie Medikamente behandelt werden. Sie sollten analog zu den USA mit einem entsprechenden Warnhinweis versehen werden.

4. Filmtrailer: Ein ganz gewöhnlicher Held

Zitat:

Es muss wirklich toll sein so ein Job, wo Du nur herumsitzt und Bücher liest.''

5. Free Amthor | Bohemian Browser Ballett

Schlecky Silberstein ist einer schrecklichen Sache auf der Spur. Bitte unterstützt auch die Petition Free Amthor!

5. Serien auf Deutsch zu schauen ist viel toller, als alle behaupten | jetzt.de

Der Artikel spricht mir aus der Seele. Jetzt, wo ich bald auch mal Netflix ausprobieren will (in der Post-Maatahabaits-Zeit), ist das Thema für mich ja auch relevant: Gibt es Another Life jetzt auch auf deutsch oder soll ich mich trauen, die Originalfassung zu gucken und ggfs. nur 2/3 des Inhalts verstehen? Gibt es überhaupt eine deutsche Synchronfassung? Allerdings möchte ich noch hinzufügen, dass mir deutsche Untertitel auch genügen würden.
Lesen kann ich ja.

Drei Dinge, für die ich heute dankbar bin:

  1. Meinen Einkaufsshopper,
  2. Home-Office am Freitag,
  3. Duisburg als Wahlheimat.