12.06.2019 - Der Handball in der Tasche

13.06.2019 - Lesezeit: 4 Minuten

Die Nacht

Schlaf hat sich weiter leicht verbessert. Noch immer sehr starke und wirre Träume. Diesmal vom Handballspiel. Ich war wieder Jugendspieler und die gegnerische Mannschaft nahm uns nicht ernst, was mich ärgerte.
Wollte ich den Ball aufnehmen, so konnte ich meine Finger nicht richtig bewegen.
Später dann ein Traum, in dem alles, wirklich alles einen Sinn ergab. Alles hing mit allem zusammen und zog man an einem Gedankenfaden, zuckelten alle anderen Dinge und Ideen hinterher.
Das war ganz schön.

Der Morgen

Um 4:15 Uhr aufgewacht und aufgestanden. Doch ganz schön müde. Immerhin konnte ich in Ruhe Duschen und sitze mit Kaffee in der Küche. Im Radio läuft ,,High Hopes''.

Die Stadt am Morgen

In den Fassaden des ehemaligen Innenministeriums spiegelt sich das Regierungsviertel. Nun sitzen die Schutzmänner dort in den unteren Geschossen - die oberen stehen leer, weil er Brandschutz mahnend den Zeigefinger gehoben hat. Also schaut die Leere auf die Ministerien, die Straßen, die Menschen und die Gänse.
Die Sonne streichelt Glas und Stein mit einer Daunenfeder.

Umhängetasche

Nachdem ich den meisten Kram in meinem schwarzen Rucksack (Nerd-Handtasche) herumtragen und damit dann doch gehadert habe (wie soll man schnell an sein Notizbuch kommen, wenn man dazu erst den schweren Rucksack abnehmen muss?), habe ich eine alte Tasche von Vaude reaktiviert. In der Tasche habe ich noch gefunden:

  1. Eine Rolle Pfefferminzbonbons
  2. Eine kleine Schachtel mit einer SD-Karte darin
  3. eine Tüte Senf
  4. eine Packung Papiertaschentücher (Aufdruck: ,,Beauty Queen'').

Pocket

Pocket hat ein neues Gewand. Gefällt mir ganz gut. Was mir nicht so gut gefällt, ist diese penetrante ,,Kauf mich!''-Attitüde. Vielleicht muss ich mir dann doch mal was zum Selberhosten suchen: Wallabag sieht ganz vielversprechend aus. Oder erst einmal Instapaper für den Übergang.

Gelesen

Deutsche wollen weniger Stress - aber wie?

Mich fasziniert vor allem die Vorstellung, dass meine Gedanken ja nicht ich selber bin. Eigentlich nicht wirklich Neues für mich, da ich mich schon länger mit Achtsamkeit beschäftige - aber in dieser Formulierung finde ich die Idee sehr hilfreich - vor allen Dingen, wenn ich mal wieder ins Gedankenkarussel einsteige.

Gormenghast

Der erste Band neigt sich nun langsam dem Ende zu. Erst jetzt fällt mir auf, wie sehr doch Peakes Stil in einer Art an Döblins ,,Berlin Alexanderplatz'' erinnert - wenigstens an die Straßenbahnfahrt. Peake beschreibt meist wesentlich ruhiger und langsamer als Döblin, aber die Sinneseindrücke sind ähnlich eindringlich.

Zeit für Crypto!

Konstantin Klein erklärt mal schnell und einfach PGP und wie man es - trotz gewisser Einschränkungen bei der Sicherheit - auch im Webmailer einsetzen kann. Übrigens fällt mir bei Messengern ein, dass Conversations für Android ja prima verschlüsselt ... ich mein ja nur ...

Drei Dinge, für dich heute dankbar bin:

  1. Kaffee,
  2. meinen Balkon,
  3. Pipamperon