12.02.2020: Roboterträume

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gedankensalat
  4. Gelesen, geguckt und gehört
  5. Kieselfunk

Foto des Tages

Panik-Apotheke

Panik-Apotheke

Tagesgeplätscher

Der Nachklapp

Seltsam gefühlt am Abend und einen kleinen Fressflash gekriegt. Ich weiß nicht, was zur Zeit mit mir los ist: Einerseits bin ich recht gut bei mir (trotz der Schlafprobleme), andererseits habe ich das Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist, so als gäbe es einen Fehler in der Matrix. Auch sind die Schlafprobleme nicht auf nervöse Zustände wie sonst zurückzuführen, sondern eher so, als wäre ich überhaupt nicht müde (was ich aber bin).

Die Nacht

Konnte wieder erst nicht Einschlafen, dann ging es doch relativ gut.

Cyborg Alan

Mir träumte, ich wäre ein Entwickler und ich hätte aus meinem Freund Alan (er sah aus wie der Mönch Athelstan in Vikings einen Cyborg gemacht, nachdem er bei einem schweren Unfall viele Gliedmaßen verloren hatte. Da Alan ein Soldat war, machte ich einen Kämpfer aus ihm und irgendwann war es endlich soweit und wir konnten mit auf einen Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Dort sollte Alan sich beweisen. Doch als der Einsatz (eine Patrouille oder eine Wache) kurz bevor stand, bekam die Führung kalte Füße und man wollte ihn nicht exponieren. Ich war erleichtert und wütend und verzweifelt zur gleichen Zeit: Einerseits wollte ich Alan nicht in Gefahr bringen, andererseits hatte ich so unglaublich viel Arbeit in das Projekt gesteckt und wollte nun zeigen, dass Alan funktionierte. Alan bemerkte das natürlich und wollte gegen den Befehl der Führung trotzdem rausgehen, doch ich sagte ihm: ,,Nein! Du bist ein Soldat, vergiss das nicht! Wenn Du dem Befehl nicht gehorchst, werden sie denken, dass das wegen Deiner Implantate ist und dann werden sie Dir die Teile wieder herausoperieren und dann ist kaum noch etwas von Dir übrig! Ich werde mit ihnen sprechen! Ich werde sie überzeugen!''

Dann stapfte ich raus.

Ich weiß nicht, ob ich mir wirklich Sorgen um meinen alten Freunde machte oder ob mir das Projekt wichtiger war als alles andere!

Cyborg Flusskiesel

Später träumte mir, ich wäre selber ein Cyborg oder ein Roboter (dies wechselte innerhalb des Traumes immer wieder) und ich sah so aus wie ,,Chappy''. Ich erinnere mich, dass ich immer viel traurig war, weil ich keinen menschlichen Körper mehr hatte und dass ich als KI ja nur ein Backup, eine Kopie eines echten Menschen (eben desjenigen, der gerade diese Zeilen schreibt) war. Ich hatte auch große Angst davor, einfach abgeschaltet zu werden und damit zu sterben, denn ich war ein Prototyp und wenn der nicht nützlich ist, braucht man ihn ja nicht mehr.

Vor anderen Dingen hatte ich keine Angst mehr: Einmal stand ich nachts in meiner dunklen Wohnung, als plötzlich ein Einbrecher auf den Balkon kletterte und versuchte, die Tür zum Wohnzimmer aufzuheben. Ich ging einfach auf ihn zu und schaute ihm durch das Glas der Balkontür zu. Was sollte mir auch passieren? Er konnte mir nicht wirklich etwas tun: Ich war ziemlich gut gepanzert und hätte ihn mit einem einzigen Schlag meiner Faust töten können. Doch ich war nicht aggressiv und ich wollte ihm auch nichts tun. Als er mich entdeckte und füchterlich erschrank, hatte ich sogar Angst, er würde vom Balkon fallen.

Einmal bekam ich Besuch von einem lieben Menschen und auch er war traurig, denn der Mensch, dessen Persönlichkeit ich besaß, war ja schon tot (Roboter-Variante). Er versuchte aber, sich nichts anmerken zu lassen. Zum Abschied haben wir uns umarmt und ich konnte gut die Wärme seines Körpers spüren, obwohl einer meiner Techniker immer behauptete, ich könne das nicht sondern ich würde Temperaturen nur als Zahlen angezeigt bekommen.

Ein andermal war ich zu Besuch in einer großen Buchhandlung und man brachte mich für eine kurze Zeit in einem Hinterzimmer unter, wo ich herumstand (das macht einem Robotor ja nichts aus). Dann erwischte man einen renitenten Ladendieb und brachte ihn zu mir. Ich sollte auf ihn aufpassen, bis die Polizei eintreffen würde. Er wollte an mir vorbei aus dem Zimmer laufen, doch ich legte ihm einfach nur meine Hand auf die Schulter und drückte ihn sanft und unaufhaltsam nach unten.

Später dann bekam ich dann von meiner Ärztin eine Spritze in den Rücken (Cyborg-Variante). Das tat furchtbar weh und die Ärztin wunderte sich darüber. Meine biologische Komponente hatte wohl eine Infektion und ich hatte große Angst davor, zu sterben.

Die Ärztin und ich verstanden uns sehr gut: Immer scherzten wir und wir spielten uns gegenseitig die Pointen wie Bälle zu. Einmal, als sie mich mal wieder veräppelte, legte ich meine Hände an meine Hüften und machte ,,Pühh!'', als wäre ich beleidigt. Daraufhin sagte die Ärztin nachdenklich, so etwas machte ich in der letzten Zeit häufiger. Da wurde mir klar, dass ich unter ständiger Beobachtung stand.

Irgendwann war es soweit und man wollte schauen, welche Waffen denn nun am besten für mich passen würden. Das war nicht leicht für mich, denn ich wusste ja: Ich war der Prototyp. Würde alles glatt laufen, so würde man mehr von mir machen und wir wären dann Soldaten und sicher würde man uns zu dunklen Zwecken missbrauchen. Würde ich mich allerdings weigern, so wäre das mein Untergang: Projekt gescheitert, Maschine abgeschaltet.

Der Morgen

Um kurz nach vier wach geworden und aufgestanden. Der Schlaf und die Träume haben der Psyche wohl ganz gut getan: Das Gefühl, irgendetwas sei seltsam falsch, ist abgeklungen.

Kaffee getrunken. Träume aufgeschrieben. Zeitig losgegangen. Kurz nach dem Losgehen bemerkt, dass ich die Wasserflasche zu Hause habe stehen lassen. Noch mal zurück in die Küche. Beim Rausgehen mit der Umhängetasche aus Versehen den Ofen eingeschaltet. Zum Glück habe ich das noch bemerkt (und der Ofen war nur einfach an und hätte nicht geheizt), trotzdem ist mir mal mit Erschrecken klar geworden, dass man nichts, überhaupt nichts auf einem Herd stehen lassen sollte!

Der Vormittag

Morgens zu früh zum Frühstück in die Kantine und dort lange auf die Kollegen gewartet. Versucht, einfach nur zu sein und stattdessen Nachrichten via SMS abgerufen (ja, das geht), da das Zauberhandy oben im Büro geblieben war. Die (eigentliche ehemaligen) Kollegen erzählen von Verwerfungen und Zerwürfnissen und mir wird ganz schwindelig davon. Immerhin lässt das Gefühl langsam mehr und mehr nach, dass die Realität seit gestern einen Webfehler hat (,,Webfehler'' wie in ,,Weben'' -- nicht wie in ,,Web''!).

Danach im Büro die Aufgaben sortiert und mich wieder schlecht gefühlt.

Ein Grund für meine komische Stimmung eine nun doch steigende Nervosität ist gefunden: Freund T. und ich wollen an Altweiber eine Party in einem Nachbarministerium besuchen und ich habe uns dafür die Karten besorgt. Nun habe ich eine der Karten verbummelt und da Eintrittskarten bei mir WICHTIGE DOKUMENTE sind, dürfen (dürfendürfendürfendürfendürfen) die nicht verloren gehen. Aber irgendwie war ich abgelenkt, habe die Karten in meine Umhängetasche gestopft und da ist dann wohl eine von denen beim Rauspopeln des Podcastaufnahmegerätes, der Handschuhe oder eines weißen Kaninchens (was weiß denn ich) herausgefallen und hat eine ganz eigene Reise um die Welt angetreten.

Ich hoffe, ich kann nun noch eine weitere Karte besorgen, sonst stehe ich ziemlich dumm da.

Bloggereien

Ich sammele zur Zeit immer alle Einzelteile eines Blogeintrages in Evernote in einem eigenen Notizbuch und abends (oder am nächsten Morgen) trage ich sie zu einem Eintrag zusammen. Das geht ganz fein, finde ich!

Der Nachmittag

Am Nachmittag auf einer hochrangig besuchten Verabschiedungsfeier gewesen und Schnittchen gegessen.

Gedankensalat

Anschussverendung


Morgens auf dem Weg zur Arbeit zwitschern seit ein paar Tagen wieder Vögelchen. Das ist sehr schön.

Gelesen, geguckt und gehört

THE JESUS ROLLS Trailer (2020) | YouTube

,,Jesus'', der Typ aus ,,The Big Lebowski'' bekommt seinen eigenen Film


Birr Castle: Wie Lord Rosse mit dem Leviathan Spiralgalaxien entdeckte | Burgerbe-Blog

Faszinierende Geschichte


Das kultivierte Chaos – Republik

Tolle Fotos aus Durban.


Das Leidmedium | Republik.ch

Die NZZ habe ich eine Zeit lang ganz gerne gelesen, aber das hier ist ja wirklich gruselig!


Gehirnwäsche in der Höhenluft | Die Wahrheit

Hier einmal ,,Die Wahrheit'' über die NZZ. Wie gewohnt unterhaltsam.


Kieselfunk

23 Herdcast

Link zur Episode

Warum man keine Dinge auf dem Herd stehen lassen sollte. Sonst noch: Kalter Wind, Befindlichkeiten.

24 Unicast

Link zur Episode

Nach einem langen Arbeitstag zur Unibibliotek. Ich war auf einer Abschiedsfeier und habe Reden gehört. Vögel zwitschern.

25 Kebbelei beim Thai

Link zur Episode

Ich gönne mir was in Tamarindensoße. Wie ich einmal fast mit einer Kellnerin gerungen hätte.