11.07.2019 - Abbebende Panik

12.07.2019 - Lesezeit: 2 Minuten

Die Nacht

Gut eingeschlafen, gegen halb elf (für mich ist das spät in der Nacht) mit Panik im Herzen aufgewacht: Zwar ist Maatahabait laut DHL gut in der Hochschule angekommen -- aber auch im richtigen Dekanatsbüro? Im Anschreiben hatte ich um eine kurze Bestätigungs-E-Mail gebeten, jedoch kam bisher keine bei mir an. Ob das Paket irgendwo hin fehlgeleitet wurde? In einem Urlaubsbüro verstaubt?
Angst, Wut, Angst, Enttäuschung und Wut kamen hoch.
Nach einer halben Stunde Selbstqual bin ich dann aufgestanden und habe mich an den Laptop gesetzt -- ohne zu wissen, warum.
Dann fiel mir ein, doch mal in den ,,Thesis Planner'' zu gucken, wo ich auch seinerzeit mein Thema angemeldet hatte. Dort stand dann die erlösende Zeile: ,,eingereicht am: 08.07.2019''.
Ich brauchte noch ungefähr eine halbe Stunde zur Beruhigung, dann konnte ich wieder Einschlafen.

Der Morgen

Wegen der nächtlichen Unterbrechung einfach länger liegen geblieben. Ab 5 Uhr morgens immer im Halbstundentakt geschlafen. Zerknautscht zur Arbeit gefahren. Die vollen Züge und Bahnen halfen der Stimmung auch nicht gerade auf die Beine.

Befindlichkeit

Bin erschöpft, fertig. Physisch wie psychisch. Ich könnte gut Urlaub vertragen, habe jedoch das meiste an freien Tagen für Maatahabait geopfert. Schleppe mich nun durch bis zum Wochenende. Wenigstens ist morgen Home-Office.

Drei Dinge, für die ich heute dankbar bin:

  1. Dafür, dass ich den ersten Band von Gormenghast doch nicht verbummelt habe, sondern dass er eigentlich die ganze Zeit vor meiner Nase gestanden hat,
  2. dafür, dass man nicht jeden Papierschnipsel bis zu seinem Lebensende aufbewahren muss,
  3. für meine Therapiegruppe.

Kieselfunk