04.07.2019 - Vermumpfte Hühnerherzen

Die Nacht

Dunkeltief geschlafen. Geträumt, mit auf eine Reise zu einem Tischtennisturnier gefahren zu sein. Erst mit der Straßenbahn, dann mit einem jungen Burschen in dessen Auto. Mit dem Burschen habe ich mir dann auch ein Zimmer geteilt. Er hatte viel Bier mit -- eisgekühlt. Gesehen haben die Spiele wir in einem Raum mit vielen PCs an den Monitoren.

Befindlichkeit

Durch das Pipamperon ist alles gedämpft. Das Feuer der Aufregung wegen Maatahabait brennt nur auf kleiner Flamme.
Am KöPi-Haus hängt ein Zettel, dass der Laden in dieser Woche wegen Urlaub geschlossen hat. Ich muss ihn jedes Mal lesen, wenn ich dort vorbeikomme.
Jedes Mal.
Als ob dort etwas Neues stünde, als ob ich vorhätte, dort in der nächsten Zeit hinzugehen.
Jedes Mal.

Sprachvermumpfung

Manchmal bin ich doch ein kleiner Sprachnazi. Z.B. wundere ich mich über Sprachvermischungen, welche die Eindeutigkeit zerstören. Beispiele:

  • Back-Factory (Rückenfabrik?)
  • Back and Breakfast (Rücken und Frühstück? Bekommt man dort auch eine Physiotherapie?)
  • Back Shop (Gibt es den Begriff ,,back shop'' nicht auch im Englischen für etwas anderes als eine Discount-Bäckerei?)

Geborgen am 4. Juli

Heute feiert der Ami seinen Unabhängigkeitstag. Happy Unabhängigkeitstag, liebe Amerikaner!
Ich selber bin auch unabhängig. Das tut manchmal weh, ist aber für mich die Rettung.

Wenn Wölfe mit dem Zug fahren

Mitreißende der Deutschen Bahn

Maatahabait

Termin für den Druck morgen auf 9 Uhr vorgeschoben. Morgens kann ich dann noch einmal kompilieren und die nötigen Daten auf einen USB-Stick laden.
Sehe ich gedrückte Daumen am Horizont?
Für den Samstag nach der Verschickung von Maatahabait habe ich alle Optionen offen: Will ich Ruhe haben? Dann gehe ich in den Wald! Will ich Trubel haben? Dann fahre ich zu Bochum Total!

Befindlichkeit am Nachmittag

Kopfschmerzen. Kurz vor dem Durchdrehen. Es fühlt sich an, als wolle die Haut sich von den Händen lösen. Verfall! Verfall! Leichte Übelkeit. Ein innerliches Ziehen voller Schmerz und Melancholie. Sollte die Zeit, die mich so unendlich viel gekostet hat, nun irgendwann zuende gehen?
Die jungen Leute draußen plappern wie ein Vogelschwarm. Die junge Frau mit den roten Haaren führt ihr Kleid spazieren. Die Türen öffnen sich, die Türen schließen sich. Weiter! Weiter! Alles wackelt. Masten hasten, die Büsche lassen sich Zeit. Das Herz schlägt und schlägt und will garnicht aufhören. In der Ferne eine Hexe, hasserfüllt. Heute hat mich ein weiser Engel gerettet mit gutem Rat. Mein Engel trägt Glatze. Am liebsten wäre ich erfüllt von Ruhe und würde liegen in einer Hängematte hoch oben in den Bäumen wie einst als kleines Kind und ein kleiner Vogelschwarm zwitscherte zwischen den Blättern ganz so wie die jungen Leute es tun.

Frieden gefunden unter den schwarzen Augen der hübschen Italienerin. Cappuchino Grande. Die Zeichnung im Milchschaum sieht aus wie ein Pimmel mit Hoden. Die hat aber nicht die hübsche Italienerin gemacht sondern der Barrista. Ich sehe über diesen Affront hinweg und mache die Hose wieder zu.
Obwohl draußen Dolce Vita haust, verstecke ich mich lieber drinnen im Café. Es ist angenehm kühl hier und ich kann am großen Holztisch sitzen mit der lächerlichen Riesenkerze im Vogelsand und dem Gästebuch, wo Leute Sachen reinschreiben wie: ,,Im Dunklen können Menschen die Sterne sehen.'' Kurz überlege ich, ob ich noch dazu schreiben soll ,,Im Dunkeln [sic!] stolpern die Menschen aber auch und fliegen voll auf die Fresse!'', entscheide mich jedoch ob des lieben Friedens Willen dagegen.

Ich möchte eine Schraube sein und mich selber schrauben, schrauben, schrauben hinauf in den blauen Himmel.

Der Barrista geht an mir vorbei. Er trägt in der einen Hand einen großen Stapel Klopapier und in der anderen hält er das Smartphone, auf das er starrt. Ich schaue ihn ungläubig an und finde, dass wir in Sachen Milchschaumpenis jetzt quitt sind.

Ich muss mich beschäftigen: Sobald mein Geist auch nur ein wenig abschweift,

Aus dem Maschinenraum

Ob ich wohl die Rubrik ,,Gelesen, geguckt und gehört'' in eigene Blogbeiträge auslagern sollte? Ich würde in den Betreff dann ebenfalls das Tagesdatum reinschreiben und dann eben die Rubrik. Oder ich mache eine Kategorie auf oder so.
Gibt es da Meinungen dazu?
Falls ja, gerne per Mail oder Feedbackformular (rechts oben).

Der Abend

Einfach den Podcast anhören! Bin müde und meine Füße stinken!

Kieselfunk:

Gelesen, geguckt und gehört

1. Ist das eigene Erbgut noch privat? | NZZ

Die Verzweiflung des Anwalts im Falle des Angeklagten LKW-Fahrers wird überdeutlich: ,,Nur, weil auf der Leiche der Frau Spermaspuren des meines Mandanten waren, heißt das ja noch lange nicht, dass er der Mörder war!''

2. Auf der Flucht vor den Sonnenmassen | Glumm

Von den vielen Wetterberichten der vergangenen Tage befinden wir uns in permanenter Rekorderwartungshaltung – schaffen wir die 40 Grad? Kriegen wir sie gebacken? Afrika bringt uns Menschen, Afrika bringt uns Sonne. Das schattige West-Europa ist Vergangenheit.

3. Black-Out-Gefahr beim Strom? | Telepolis

Hier erfährt man mal etwas mehr über die Organisation des deutschen Stromnetzes. Mal schauen, ob ich da etwas ausführlicheres finde.

Drei Dinge, für die ich heute dankbar bin:

  1. Wenn man eine Supportanfrage stellt, man mit nichts rechnet und dann doch schnell eine Antwort kommt
  2. den Grilltag in der Kantine
  3. Einrichtungen aus Holz