Flusskiesels Notizen

21.11.2019: Hoffentlich haben die vorher ein Backup gemacht!

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Hoffentlich haben die vorher ein Backup gemacht!


Nachts fiebrig, den Vormittag verschlafen. Ab Mittag dann auf das Sofa umgezogen. Keine höheren Hirnaktivitäten sind möglich.


Irgendwann ab Nachmittag dann ,,Dirk Gentlys holitistische Detektei'' auf Netflix geguckt und zum ersten Mal so eine Art Binge-Watching-Gefühl gehabt: Die Serie ist so abgedreht, dass ich immer wissen will, was denn als nächstes passiert. Spontanverknallung in Hannah Marks.

Leider wurde die Serie nach zwei Staffeln abgesetzt., was mich aber nicht davon abhalten soll, sie zu genießen.

Die Bücher von Douglas Adams, auf denen die Serie lose beruht, muss ich mir auch noch besorgen ...


Fiebertraum

20.11.2019: Schwänzchen

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Die Erkältung ist da und die Stimme ist fast weg. Unruhige, durstige Nacht voller bedrückender Träume. Durch Ibuprofen halten sich die Schmerzen in den Füßen in Grenzen. Am Morgen krank gemeldet und nun Sofa. Gleich noch mal wegschlafen.


Der Podcast ,,Gemischtes Hack'' hat sich auch hinter die Bezahlschranke verzogen. Also habe ich noch ein Abo im Podcatcher gespart.


Was Fefe schreibt.


Günther Bergmann hat einen echten Jenniger gepullt und kann einem schon leid tun. Immerhin kann ihm glauben, dass er dass, was er da von sich gegeben hat, nicht so gemeint haben kann. Ich stelle mir aber die Frage, warum man ausgerechnet bei einem so sensiblen Thema wie Reichsprogromnacht und Holocaust rhetorisch so derart ins Klo greifen kann.


Auf dem Sofa eingeschlafen und seltsam geträumt. Mir träumte, ich würde mit anderen Leuten Motorrad fahren. Man ließ mir jedoch keine Zeit zum Üben, da ich ja überhaupt nicht Motorradfahren kann. Also zuckelte ich auf der Autobahn den anderen hinterher und konnte nicht einmal schalten. Als die anderen einen LKW überholten, verlor ich sie fast und schnitt einem PKW den Fahrtweg ab.

Später dann verlor ich die anderen beim Wechseln der Autobahn und danach verlor ich die Autobahn. Fast überfuhr ich ein spielendes Kind und stand auf einem Parkplatz.

Man hätte mich einfach mal kurz Üben lassen müssen!


Heute Nachmittag hat der Thronfolger den alten, kranken König besucht und die beiden haben gemeinsam angeschaut, was der junge Adel in Deutschland so treibt und wir sind der Meinung, dass man mit so einem Prinzen keinen Staat machen kann.

Nach der feierlichen Verabschiedung der wahren Zukunft des Reiches wurde der alte, kranke König gebadet und gesalbt und man legte ihn ins königliche Heiabett und dort las er noch hustend noch eine Weile, bevor ihn der Schlaf übermannte.

19.11.2019: Those were the days

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Mir träumte, ich fand im frisch geteerten Asphalt vor dem Haus meiner Eltern eine Kette. Eine silberne Kette mit einem silbernen Herzchenanhänger daran. Auch ein kleiner, silberner Ring war an der Kette sowie die leere Hülle einer kleinen Musikkassette. Beschriftet war die Hülle mit: ,,19.04.2019''.

Ich klaubte alles mit großer Mühe aus dem Asphalt und trug es ins Haus, Trauer im Herzen.


Die Nacht war kalt und ich schlief eingewickelt in meine Decke. Um halb fünf den Wecker ausgemacht und weitergeschlafen und weitergeträumt. Eine Erkältung kriecht seit Sonntag in meine Knochen.


*Aufgrund eines Polizeieinsatzes im Zug verzögert sich die Weiterfahrt. Nun bin nicht nur ich zu spät, sondern auch noch der Zug. Wenigstens sitze ich warm und trocken und immerhin funktioniert das WLAN im RRX.


Ich kenne noch die Zeiten, in denen es die Wahnpolizei gab. Die wartete nachts immer am Gleis und holte die Bekloppten aus dem Zug.


Michael Spreng sagt Wahres über die Meinungsfreiheit. Heute bleiben in persönlichen Runden viele Dinge nicht mehr unwidersprochen. Ist das vielleicht ein Grund für die Mimosenhaftigkeit der Rechten?  Via too much information.


Lars ist Teilzeit-Vegetarier und das finde ich gut. Vegetarisches/veganes Hackfleisch muss ich übrigens auch mal unbedingt ausprobieren.


In der Mittagspause mit Carsten vom Labercast getroffen. Wir haben Kaffee getrunken und ich bin ganz begeistert von der kleinen Prinzessin. Die Kaffeepiraten in Düsseldorf sind wirklich ein angenehm kinderfreundliches Kaffee.


Eine Entzündlichkeit durchwandert meinen Körper: Ich fühle mich schlapp, habe Husten, eine belegte Stimme und die Fußgelenke schmerzen. Im Büro das Nötigste getan und dann ab nach Hause.

Abendplanung: Heizung auf, Wirsing essen, Baden, Bett.


Nachpodcastertreffcast mit Erkältungsbonus

17.11.2019: ,,Ich bin tot!!''

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,,Ich bin tot!!''


Im Zug Richtung Sauerland. Meine Eltern laden mich zu Jürgen Beckers' ,,Der Hausmann'' ein. Um Viertel vor neun schläft der halbe RE. Das Ruhrgebiet ist frostig und trüb.

Beim Halt in Mülheim ein Erinnerungsflash: Die Mutter des Sohnes und ich hatten wir mal Rast gemacht, als wir mit Fahrrädern von Duisburg bis zu meinen Eltern im Sauerland gefahren sind. Sie hat die ganze Strecke mit einem Hollandrad (3 Gänge) zurückgelegt. Die Übernachtung in Witten (ich war zuvor noch nie in Witten gewesen) war gut und erholsam. Ich werde nie vergessen, wie wir erschöpft und glücklich auf der überdachten Terasse einer Wirtschaft (es war von so einer Kette - irgendwas mit ,,Del Sol''?) saßen, Bier tranken und es dann plötzlich anfing zu regnen. Der Regen prasselte auf das Dach und wir hockten trocken auf der Veranda.


Mir träumte, Kollege M. und ich müssten in die Stadt, um im Elektromarkt etwas zu kaufen. Wir fuhren aus dem Kliff mit dem Bus los, mussten aber bereits oben im Dorf aus- um umzusteigen. Dummerweise fuhr kein Bus in die Stadt. Eine Frau mit einem freundlichen Hund bestätigte das auch noch. Ich kletterte über Bäche und Felsen, um zum Abfahrtsplan zu gelangen. Tatsächlich: Heute fuhr kein Bus in die Stadt!

Also gingen wir zu Fuß. Die breite Straße verwandelte sich in einen Fluss und kleine Lachse sprangen aus dem klaren Wasser. Einige landeten auf festen Grund und blieben japsend liegen. Wir waren sie zurück in den Fluss.

Um in die Stadt zu kommen, mussten wir über den Kapellenberg. Dort waren überall Baustellen: Die Ruinen der alten Villen hier oben wurden renoviert und auch die Rodenburg erstand neu. Einige gut betuchte Familien wohnten hier schon und es gab sogar ein kleines Bistro und ein italienisches Restaurant. Dort gingen wir hinein und schauten uns um. M. ging sogar ins Kellergewölbe, ich aber wollte lieber draußen auf ihn warten.

Irgendwann verloren wir uns aus den Augen und ich stieg weiter den Berg hoch. Oben angekommen, musste ich erkennen, dass hier Endstation war: Vor mir fiel eine Steilwand ab und unten war die Stadt mit ihrem Fluß. Ich musste wieder den Weg zurück, den ich gekommen war. Unten traf ich wieder auf M. und ich glaube, wir gaben es auf, zum Einkaufen in die Stadt zu fahren.


Auch in Dortmund sind die Brennesseln weiß bedeckt. Eiskristalle wie Asche. Autos stehen traurig im kalten Laub. Die Welt dreht sich noch einmal um in ihrem Bett.


Abends dann auf die ,,Wilhelmshöhe'', der Veranstaltungshalle der Stadt: Weiß lackiertes Holz, Stühle und schwere Vorhänge und obere Ränge, von denen die Brandwache hinunterschaut. Der ,,Hausmann'' gibt sich die Ehre und der ist ein fröhlicher, älterer Herr im schwarzen Anzug, der einen Witz nach dem anderen reißt. Das Publikum ist im Schnitt älter als er und man sieht viele, faltige Gesichter Lachen und Augen funkeln. Die Stimmung ist aufgekratzt. Ein schöner Abend.


Früh zu Bett im alten Jugendzimmer. Novemberregen prasselt auf Dach und Fenster. Der Hals kratzt und Schleim zieht auf.

18.11.2019: Strumpfhosennaht

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Gut eingemummelt die Nacht verbracht. Der Hals kratzt nicht mehr so schlimm. Vielleicht komme ich ja um eine Erkältung herum. Frühstück mit der Mutter und dann ein gemeinsamer Marsch zum Bahnhof. Die Novembertrübe scheint sich festgesetzt zu haben, doch die Bewegung an der frischen Luft tut trotzdem gut -- keine Herbstdepression in Sicht. Außerdem bekommt die Natur die dringend benötigte Feuchtigkeit.

In Dortmund haben alle Züge Verspätung und ich laufe den Bahnsteig hin und her um auf meine 13.000 Schritte zu kommen. Die Hälfte ist schon ,,auf der Uhr'', der Rest will dann in Duisburg gemacht werden.

Die Aufgabenliste ist mal wieder voll. Mal sehen, was ich davon heute geschafft bekomme.


Daheim den Kabelanschluss (TV) gekündigt. Ging einfacher als gedacht.


Katercast


Spülmaschinenangst


Kliffcast


Deckencast


Am frühen Abend wurde die Schlaffheit größer, die mich schon den ganzen Tag belästigt hat. Halskratzen. In der warmen Badewanne wurde es besser, aber dann klingelte das kleine Notfallhandy, dass ich immer neben der Wanne habe. Wegen einer familiären Problematik musste ich danach noch durch den kalten Dauerregen stapfen und etwas besprechen.

Das hat wohl nicht wirklich geholfen.

16.11.2019: Die alten Zeichen der Ahnen

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(Freitag)
Heute ist Heimscheissertag, Heimscheissertag, Heimscheissertag! Lalalala! Bin seltsam fröhlich und nehme das Gefühl ganz einfach an. Man sieht einen dicken Mann durch seine Wohnung tanzen.


Der ,,neue'' Lesemodus in Chrome macht mich glücklich (ja, so einfach kann das manchmal sein!). Hier eine Anleitung, wie man in aktiviert. Allerdings gefälltm mir Erweiterung Reeader noch ein bisschen besser.


Abschied von der Tasche


Ein Heimscheissertag voller Freude


Einkauf in der Mittagspause


Schwipscast

15.11.2019: Mann, sind die dick geworden!

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Mann, sind die dick geworden!


Sascha Lobo schimpft über Austeritätspolitik (wobei ich bei diesem Begriff seltsamerweise immer an das glücklich heiratende Österreich denken muss) und damit hat er vollkommen Recht.


Für das Benutzen des Memes ,,Ok, Boomer'' sollte es ab sofort Haue geben.


Margarete Stockowski berichtet über Abtreibungen als Lifestyle (und jetzt wirklich nur zur Sicherheit: Ja, sie meint das ironisch!).


Buchrezension ,,Nadja Hermann - Fettlogik überwinden''


Christian weist auf einen interessanten Artikel über die Nutzung digitaler Medien in Dänemark hin. In Offland ist ja so etwas vollkommen unmöglich, denn hier sind Kinder meiner Meinung nach weniger wichtig als Autos und Hunde.


14.11.2019: Der Gemüseschneider mit den zittrigen Händen findet's gut!

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Der Gemüseschneider mit den zittrigen Händen findet's gut!


Das Zitat des Tages ist von Christian:

(Zitat) Liebe einsame Männer da draußen: Wenn Sie wirklich Frauen kennen lernen wollen – keine Dickpix mehr. Stoffmärkte sind es. (/Zitat)


Enno Lenze berichtet über die Lage in Hongkong und es doch gut, wenn jemand mal selber irgendwo hinfährt und schaut, was da los ist. Auf mich wirkt das alles gespenstisch und man kann am Verhalten der Polizei und am Verhalten der Bürgerinnen und Bürger sehen, wo absolute Polizeiwillkür hinführen kann.


Im Spreeblick-Newsletter fand ich einen Reddit-Eintrag verlinkt, in dem jemand darüber berichtet, wie sein Vater immer weiter in eine rechte Empörungswelt abdriftet. Ich beobachte so etwas im Freundeskreis ebenfalls und bin traurig.


Habe ein neues Wort erfunden: Spontanverknallung


Wenn die Zeitungen in Wallung geraten, dann nennt man das ,,Rauschen im Blätterwald''. Wie nennt man das im Internet? Kabelsummen? Webseitenklackern?

Auf jeden Fall haben zwei reiche Leute in ihre eigenen Zeitung der Welt wohl etwas mitteilen wollen und das ist anscheinend länglich und peinlich geworden und irgendwann da draußen hat den Fehler gemacht, das alles zu lesen.

Mehr ist dazu nicht zu sagen und ich gehe jetzt Spazieren. Das scheint mir gehaltvoller zu sein.


(Zitat) Sie trug Shorts und hieß Jutta, aber jeder nannte sie nur die Unke. Es war wegen ihren Augen. Sie wölbten sich aus den Höhlen hervor wie Froschaugen, und sie ersoffen in Tränenflüssigkeit. Es war, als hätte die Unke ein Depot angelegt, um jederzeit Zugriff auf ihre Tränen zu haben. Eine traurige Fröschin. Sie hätte eigentlich an einem feuchten Tümpel leben müssen, doch sie wohnte in einer hellen trockenen Drei-Zimmer-Wohnung im zweiten Stock, únd in der Luft hing dieser schwere süßliche Geruch von Moschus und Patschuli. (/Zitat)

Studium Glumm


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