KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Traumtagebuch 2021-09-23: Mit Dieter in die Altstadt

Mir träumte, ich würde im Fernsehen eine Boulevard-Sendung sehen, in der Dieter Bohlen gemeinsam mit Ruth Maria Kubitschek durch die Düsseldorfer Altstadt ziehen.

Die Altstadt war voller Menschen und alle feierten und freuten sich. Als die beiden aus einem Lokal auf die Straße traten, teilte sich die angetrunkene, fröhliche Menge wie das rote Meer.

Ein Stück weiter kamen sie an einen Platz. Hier begegneten sie ,,zufällig'' Peter Maffay. Man begrüßte sich herzlich.

Auf diesem Platz standen die Menschen nicht mehr ganz so dicht gedrängt und die Leute waren zum Teil fürchterlich betrunken: Zwei Typen lagen am Boden und kotzten sich gegenseitig voll, zwei andere Männer versuchten, sich aneinander zu stützen und fielen in den Matsch. Beim Versuch, aufzustehen, stolperten sie in einen Teich und versanken.

Ich konnte mir das nicht länger ansehen und trotz meines Ekels vor dem ganzen Erbrochenen lief ich los, um die Männer aus dem Wasser zu ziehen. Mindestens eine Frau folgte mir um zu helfen.

Wir trugen die Männer an Land und legten sie nebeneinander. Zum Glück lebten sie noch und spuckten Wasser. Die Frau half mir dabei, beide in die stabile Seitenlage bringen. Einer wehrte sich, doch ich meinte zu ihm, dass sei nur zwei seinem Schutz, falls er sich übergeben müsse.

Dann kotzte er sich die Seele aus dem Leib.

Sammelpost 032

Donnerstagmorgen. Mal wieder verpennt und mich ein wenig darüber geärgert. Die Ursache war die eigene Dummheit: Als ich am Vortag in Duisburg ankam, hatte ich schon Abendbrothunger, aber anstatt mir einfach am Bahnhof ein belegtes Brötchen zu kaufen, bin ich in den Film gegangen (der mir übrigens genauso gut gefiel wie beim ersten Anschauen). Danach knurrte mein Magen so sehr, dass ich mir einen Döner gegessen habe. Der lag mir dann schwer im Magen.

Allerdings habe ich zum meinem Schlafverhalten wieder etwas gelernt (nicht nur, dass ich abends schwere Speisen meiden sollte -- Captain Obvious lässt grüßen!): Es tut mir und meinen Tagesstrukturen besser, wenn ich strikt zu einer bestimmten frühen Uhrzeit aufstehe, egal wie schlecht ich geschlafen habe. Dann bin ich halt mal müde, komme aber am Abend besser in den Schlaf!

Immerhin bin ich wegen es Besuches bei einem Freund eh lange im Büro und da kann ich die verspätete Ankunft ein wenig ausgleichen.

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Die Deutsche Bahn ist mal wieder ein bisschen Durcheinander. Was ist die aber auch für ein Schlingel!

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Heute las ich auf der Arbeit ein schönes, neues Wort: ,,Löschmoratorium''.

Das ist übrigens nur schön, wenn man nicht davon betroffen ist.

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Der englische Wirtschaftsminister heißt Kwasi Kwarteng. Das ist ein toller Name!

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Gegen Nachmittag ist auf der Arbeit irgendwie die Luft raus. Ich muss mich den Impulsen, die Zeit irgendwie rumzuschlawinern, entgegenstemmen.

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Beim heutigen Telefon-Coaching-Gespräch für meine Bemühungen um gesunde Strukturen gelobt worden. Die Therapeutin fragte mich auch noch, ob ich mich auch selber loben würde und da musste ich erst einmal verneinen.

Ich arbeite daran!

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Übrigens ,,blogge'' ich jetzt seit einigen Postings mit der Hilfe von Evernote -- und zwar so:

Ich sammele auf verschiedenen Wegen (Web-Interface, Android-App, Desktop-Client daheim, E-Mail) meine Textlein in einem ,,Notizbuch'' (so nennt Evernote seine Ordnerstruktur) und füge die einzelnen Notizen dann zusammen. Gerne nutze ich auch die sogenannte ,,Kurznotiz'', das ist ein freies Notizfeld auf der Startseite der verschiedenen Darreichungsformen von Evernote. Diese Kurznotiz kann man mit einem Klick in eine ,,richtige'' Notiz verwandeln.

Einziges Manko bisher: Die Android-Versionen auf meinen Chromebooks sind leider hoffnungslos veraltet und es ist kein Update in Sicht. Hier schreibe ich meine Einlassungen meist im Text-Editor und maile das Ergebnis dann an Evernote.

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Momentan bin ich ja recht schreibfreudig und wie immer stehe ich mir dabei selber im Wege: Ich mag es nämlich aus irgendeinem komischen Grund nicht, mehrere Blogeinträge an einem Tag zu veröffentlichen und versuche also, die Einträge auf mehrere Tage zu verteilen. Dies hat zur Folge, dass ich mir Gedanken mache(n) (muss), wann ich denn welchen Eintrag veröffentlicht haben will.

Ich ärgere mich selbst über meine seltsamen Zwänge und gelobe mir selber Besserung!

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Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man nicht nur der letzte Mitarbeiter vor Ort in der Bibliothek, sondern auch der letzte im heutigen Gruppenchat ist:

,,Hallo? Halloooo?''

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Dies hier soll kein Todo- und Notizenblog und erst Recht keine Lobhudelei für Evernote werden, aber einen Gedanken will ich noch loswerden:

Schon länger überlege ich, eine Datenbank zu basteln, um meine länger haltbaren Lebensmittel (Konserven) zu erfassen, um das Ablaufen des MHDs zu vermeiden. Allerdings konnte ich mich bisher noch nicht recht dazu aufraffen, etwas zu programmieren. Ich will jetzt mal schauen, ob es etwas zum Selber-Hosten gibt (Grocy vielleicht?).

Falls ich nichts finde, könnte ich das auch recht einfach in meinem nun schon sattsam häufig erwähnten Notizen-Dienst abbilden.

Da muss ich aber noch mal in Ruhe drüber nachdenken.

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Angesichts des U-Boot-Streites zwischen den USA, Großbritannien, Australien und der EU erfreuen sich Stockfotos von Atom-U-Booten wieder großer Beliebtheit.

Ich muss bei dem Wort ,,Stockfoto'' allerdings immer an die fotografische Abbildung eines abgebrochenen Astes denken.

Die Lesefröschlein mögen entschuldigen: Mein Gehirn kann einfach nicht anders!

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Ich habe einen Superschurken für das DC-Universum erfunden (Verzeihung, liebe Lieblingskollegin!!):

Ra’s al Ragù, der unsterbliche Zauberer der Bolognese!

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Manchmal springt sie einen ganz plötzlich und unerwartet an, die Schönheit, das Leben, die Freude!

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Ich werde den Verdacht nicht los, dass die ganzen Wahlplakate gephotoshoppt sind!

Ich glaube, ich bin da einer großen Sache auf der Spur...

Sammelpost 031

Wie schön: Der von mir favorisierte Text-Editor Notepad++ hat einen ,,Post-IT-Modus''.

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Nach dem schlimmen Tankstellenmord in Idar-Oberstein ,,warnt die Politik vor Gewalt''. Das zeigt mal wieder, warum nur die Besten der Besten der Besten in die Politik gehen ...

Der Arbeitstag ging schnell dahin mit viel Gelächter. Unser ID-Problem beim Datenimport hat sich dank der kollegialen Mithilfe unserer Datenlieferanten in Luft aufgelöst (Hurra!).

Die Heimfahrt ins Kino (,,Dune'' zum Zweiten -- Sie erinnern sich?) verzögert sich wegen Kinder im Gleis. Glücklicherweise ist den Kindern nichts passiert und ich saß schon im richtigen Zug, als es endlich weiterging.

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Das private Projekt ,,Hilfreiche Tagesstrukturen'' nimmt wieder Fahrt auf. Lernerfolg: Mir tut es ehrlich gut, wenn ich früh aufstehe! So klappt es besser mit der Arbeitszeit und ich bin abends auch immer fein müde. Allerdings hat das frühe Aufstehen auch seltsame Auswirkungen auf meinen Schreibstil, aber da müssen meine Lesefröschlein halt durch. Ich muss es ja auch.

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Vor dem Film husche ich noch schnell bei Bella rein. Der Barkeeper stellt mir ungefragt ein großes Pils hin und sagt: "Eine gelbe Cappuccino frisch!".

So mag ich das.

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Ein Mann ist im Fernsehen zu sehen. Links oben in der Ecke ein Skype-Symbol. Im Hintergrund viele volle Bücherregale. Er redet mit stummem Mund. Unten im Bild laufen Börsennachrichten vorbei.

Diese Welt in dem Kasten ist für mich fremdartiger als der Wüsteplanet.

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Im Kino hole ich mir an der "Erfrischungstheke" eine kleine Cola (10 Liter), eine Schubkarre voll Popcorn und da die "Chicken Nachos" alle sind, bringt mir der Gabelstapler eine Palette mit Käse-Nachos.

Dafür verpfände ich eine meiner Nieren sowie meinen erstgeborenen Sohn.

(Allerdings zahle ich hier 24 € im Monat und kann dafür so oft ins Kino wie ich will -- hi hi!)

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Vor Jahren sorgte die "Broken-Windows-Theory" ja für Furore.

Gibt es eigentlich inzwischen auch eine "Flackernde-Neonröhen-auf-Toiletten-Theorie"?

Traumtagebuch 2021-09-19: Nena lebt!

Mir träumte, ich würde an einer Art Fortbildung in einer Bibliothek teilnehmen. In der Mitte des Raumes war eine Küche aufgebaut und ich wollte dort Möhren kochen. Die anderen Teilnehmer aber störten mich und so ging ich hinter die Ausleihtheke. Dort lag überall schmutzige Wäsche, was mich ärgerte.

Dann eine Eilmeldung auf meinem Diensthandy: Nena ist tot! Ich wollte die URL der Meldung sofort auf mein privates Handy weiterleiten, es gab im iPhone jedoch keine Funktion zum Teilen von Internetadressen. Wütend lief ich zu den Kollegen, um von der Nachricht zu berichten und um Rat zu fragen. Eine Kollegin war sehr betroffen, ein Kollege meinte: ,,Die hatte aber auch komische Ansichten!''

Die betroffene Kollegin fragte mich, ob sie nachher mal in mein Büro könne, um in Ruhe zu trauern und ich erlaubte Ihr das natürlich.

Wir standen zu mehreren um mein iPhone herum und ich beschwerte mich über Apple.

Heute morgen habe ich sofort gegoogelt und Nena lebt natürlich noch ...

Sammelpost 030

Dienstagmorgen. Der alte Freund Th. wies mich an, am heutigen Tage zeitig auf der Arbeit zu erscheinen, auf dass wir ein gemeinsames Frühstück einnehmen könnten. Freundlich, wie ich bin willfuhr ich und der Wecker warf mich bereits um fünf Uhr morgens mit einem gewaltigen Prankenhieb aus dem Bett.

Glücklicherweise verließ ich so nicht nur früh meine pupswarmen Federn sondern auch einen eher unangenehmen Traum vom Necronomicon, in dem ich sehr vor dämonischen Mächten fürchtete.

Im Ausgleich zu einer anstrengenden Morgenverdauung versuchte ich zu herrschen. Dies mißlang leider. Wo sind die Zeiten hin, in denen mein Leben so einfach war wie das von Shai-Hulud?

Würde ich herrschen, so würde ich der schönsten Frau der Welt befehlen, mich inniglich zu lieben. Da die schönste Frau der Welt nicht nur schön, sondern auch wunderklug ist, würde sie auf einen solchen Unsinn natürlich niemals eingehen, aber auf diese Weise könnte ich wenigstens eine hübsch tragische Figur abgeben.

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Lars wird die Neuverfilmung von ,,Dune'' ebenfalls ein zweites Mal schauen.

Bei mir wird es übrigens auch das erste Mal sein, dass ich für einen Film zweimal ins Kino gehe.

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Der Morgenkaffee in der ,,Mitarbeiter-des-Monats-Tasse'' ist ganz schön heiß. Die Därme rumoren. Eine späte Mücke umsurrt überraschend mein Ohr.

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Gestern aß ich nach dem Arztbesuch in der Stadt leichtsinnigerweise Fastfood (Burger von Kentucky Fried Chicken -- was ist das denn für ein seltsamer Laden?). Heute bekomme ich die Quittung mit Blähfurz und Ausschlag auf der Stirn.

Meine Augen sehen müde aus.

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Letztens ging ich zum Kiosk, um kühlen Gerstensaft zu erstehen als Labsal für die trübe Seele. Ich bezahlte mit einem farbigen Schein und erhielt einen Haufen Silberlinge zurück. Kurz fühlte ich mich wie ein Verräter, doch als die Kioskfrau sich für das viele Metall um Entschuldigung bat, freute ich mich schon darauf, auf der Arbeit bald den Hunger des Kaffeeautomaten nach Kleingeld stillen zu können.

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Wenn ich bei der Bartpflege nachlässig bin und die Haare an der Oberlippe zu lang werden, habe ich die grauenvolle Angewohnheit, mit der Unterlippe an ihnen herumzustreichen. Das sieht vereheerend aus. Ist es da ein Wunder, dass mich niemand liebt (satirische Übertreibung!)?

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Etwas über die ,,Göttliche Komödie'' von Dante gehört und mich gefragt, was wohl der Sinn meines Lebens ist. Wenn mein Leben überhaupt einen Sinn hat, dann vielleicht der, ein ganz klein wenig Liebe in die Welt zu bringen.

(Ob mir das frühe Aufstehen wirklich gut tut?)

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Gestern wartete neben mir am Hauptbahnhof eine junge schwarze Frau in Bundeswehruniform auf ihren Zug. Auch wenn einige meiner Lesefröschlein beim Thema Bundeswehr schnell Schnappatmung bekommen, möchte ich darauf hinweisen, dass dies ein schöner Anblick war -- und das lag nicht nur daran, dass die Frau sehr hübsch ansehnlich auf dem Perron stand.

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Schwindel, Wellen von Übelkeit. Dünnpfiff.

Der Burger war wohl schlechter als gedacht.

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Momentan höre ich immer häufiger den Begriff ,,Onboarding-Prozess''. Ist der seit kurzem modern oder mache ich etwa Karriere?

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Im Laufe einer länglichen ViKo werde ich müde. Hundemüde. Wie soll ich den Rest des Tages rumkriegen?

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Die Chefin hat heute Lindor-Schokokugeln mit in die Lagebesprechung gebracht.

HILFEEEEEE!!!!

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Mittwochmorgen. Nach einer gar nicht mal so schlechten Nacht um kurz vor fünf aufgestanden. Beim Auskehren des Inneren kontemplativ versunken.

Gibt es etwas Schöneres, als sich morgens den Knies aus den Augen zu reiben?

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Die Wunderschöne schickt ein Lebenszeichen in die Welt und darüber sollte ich mich eigentlich freuen. Immerhin beruhigt es.

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Gestern noch ,,The Witcher 3'' gespielt. Geralt fährt mit einem Bötchen (so schreibt man das!) von Insel zu Insel. Ständig kommen Sirenen aus dem Wasser. Sie sehen aus wie fliegende Fische mit weiblichem Oberkörper oder wie Meerjungfrauen mit Flügeln. Sie können sowohl Fliegen als auch Tauchen (so wie ich Essen und Trinken). Wenn man nicht aufpasst, machen die einem das Boot kaputt und Geralt muss Schwimmen. Erschlägt man die Sirenen, so stoßen sie einen grauenvollen Schrei aus. Immerhin haben sie schöne Brüste.

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Der Terminkalender ist voll mit schönen Terminen, aber ich müsste mal dringend eine Maschine Wäsche waschen. Das sind Schicksale!

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Das Schöne am Leben ist, dass man jeden Tag neu anfangen kann. Vielleicht werde ich ja ab heute Spruchdesigner auf Instagram.

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Der Vollmond steht noch immer hoch am Himmel, während wir in den Bahnhof des Flughafens einfahren. Es ist Viertel vor sechs und die Menschen im Zug schlafen alle. Wenn ich mal wieder nicht schlafen kann, sollte ich Zug fahren.

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Immer mehr Leute sind erkältet, ohne Corona zu bekommen. Woran das wohl liegt? Lassen wir alle nach? Sitzen die OP-Masken nicht mehr richtig? Wird das Desinfektionsmittel verdünnt?