KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Donnerstag, 14.01.2021

Befindlichkeit: Ich bekomme langsam wieder Luft. Die nächste Woche habe ich mir mal frei genommen in der Hoffnung, dass sich der Sturm in meinem Kopf ein wenig legt. Das ist alles sehr, sehr anstrengend. Das Herz ist abwechselnd schwer und leicht.

Momentan habe ich noch nicht die Kraft für das tägliche Bloggen. Zu viele Dinge kommen aus meinem Inneren hoch. Gute wie schlechte Dinge.

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Wir sind letztlich alle Romantiker: Wir haben alle zu viele Hollywoodfilme gesehen, in denen das hässliche Entlein den Drachen küsst und der Frosch an der Wand zum Prinzen wird. Das alles mag ja durchaus möglich sein, aber nur weil das auch möglich ist, gewinnt nicht jeder Mensch im Lotto einen Haufen Geld. Um beim Lottospielen zu bleiben: Wenn das Risiko nur aus einer Hand voll Euro sind, kann man das ja ruhig eingehen. Manchmal guckt die Prinzessin den Frosch nur angeekelt an und geht einfach weiter.

Ich bin wohl eher ein zynischer Romantiker.

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\ Seit wann ist eigentlich das Wort ,,Nupsi'' in den aktiven Sprachgebrauch gelangt?

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[Fünf gute Nachrichten, die im Dezember untergegangen sind](https://krautreporter.de/3634-funf-gute-nachrichten-die-im-dezember-untergegangen-sind)

Update

Nur ein kurzes Lebenszeichen. Hier geht es bald weiter!

Kurze Blogpause

Wegen Befindlichkeiten macht dieses Blog eine kleine Pause. In ein paar Tagen geht es aber hoffentlich weiter.

2020-12-02 Samstag

Nachklapp der letzten Tage

Mittwoch, 30.12.2020

Der letzte Arbeitstag des Jahres. Wieder viel mit der Stallwachenkollegin gequatscht. Am Nachmittag kam ein ehemaliger Arbeitskollege vorbei und mein bester Freund Flöte holte mich von der Arbeit ab.

Donnerstag, 31.12.2020

Lange geschlafen und dann noch Einkaufen gegangen. Um für das abendliche Silvestergrillen noch an Chorizo zu kommen und weil es nur dort eine Variante als kleine Würstchen gibt, bin ich zum Rewe in Duissern gelaufen. Auf dem Wege dorthin brachte ich dem Thronfolger noch sein Weihnachtsgeschenk vorbei, dass erst am Tage zuvor in der Packstation gewesen war.

Ab 18 Uhr habe ich dann in der Küche gegrillt: Der Tischgrill stand auf dem Herd und meinen Küchentisch hatte dorthin geschoben. So konnte ich ohne aufzustehen die Würstchen und das Fleisch umdrehen und gleichzeitig via Videokonferenz an der Silvesterparty teilnehmen. Es wurde viel gelacht und ich muss sagen: Das war einer der schönsten Silvesterparties, an der ich bisher teilgenommen habe.

Freitag, 01.01.2021

Geschlafen, geruht. Mit dem Buch ,,Eine höhere Pflicht'' begonnen, welches die Geschichte der Begegnung zwischen Franz Stigler und Charles Brown im zweiten Weltkrieg über Deutschlands erzählt. Abends gebadet, viel nachgedacht. Zeitig zu Bett.

Die Nacht

Schlaf mit vielen Unterbrechungen. Ich war noch sehr müde vom Jahresübergang. Mir träumte, der Thronfolger und ich würden durch eine Stadt laufen. Er hatte Hunger und wollte Pommes oder etwas ähnliches, ich rechnete jeden Moment damit, dass Xenomorphen die Stadt angriffen. Irgendwann hatte der Thronfolger so viel gequengelt, dass wir zu einem Stand gingen, an dem eine Süßigkeit namens ,,Midnight'' verkauft wurde. Der Thronfolger freute sich, denn das war seine Lieblingssüßigkeit, die es aber nur selten zu kaufen gab. Der leicht schräge Verkäufer tütete ,,Midnight'' ein und ich schaute mich um. Männer trugen ein Kind auf einer Trage ins Hinterzimmer des Ladens und ich folgte ihnen. Die Männer waren sehr besorgt, denn das Kind war sehr krank und war nicht ansprechbar. Schnell sprach ich ein paar Zaubersprüche und holte das Kind ins Leben zurück. Die Männer waren sehr dankbar und einer von ihnen — der Vater des Kindes — ließ uns in sein Wohnmobil. Dort spielte schon der Thronfolger mit dem Kind (einem Mädchen). Wir würden mit ihnen gemeinsam aus der Stadt fliehen, beschloss der Mann. Vorher noch kamen die anderen Männer ebenfalls in das Wohnmobil und es wurde ein Plan geschmiedet. Es waren wilde, aber gute Kerle und ich bekam Hoffnung, dass wir es schaffen konnten.

Doch der Angriff kam uns zuvor und er verlief anders, als erwartet: Statt Xenomorphen kamen Riesen und andere Phantasiegestalten und randalierten in der Stadt. Von überall her strömten Superhelden herbei und bekämpften die Monster. Ich beteiligte mich am Kampf, hatte aber mehr und mehr Schwierigkeiten, zwischen den Superhelden und den Angreifern zu unterscheiden.

Der Morgen

Aufgestanden um acht Uhr. Schön mit Chromebook und Kaffee in der Küche gesetzt, um nachzuschauen, was das Internet so alles in den letzten Tagen getrieben hat. Viele Jahresrückblick gelesen.

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Als ich mich an der Nase kratze, brökelt getrocknetes Blut herunter. Ich muss mir unbemerkt einen großen Pickel aufgekratzt haben. Passt zur momentanen Stimmung (siehe weiter unten).

Der Tag

Einen langen Spaziergang Richtung Mülheim gemacht. Dabei ein wenig vom rechten Weg abgekommen und die guten Sneaker eingesaut. Daheim gelesen und ausgeruht. Ein längeres Telefongespräch mit einem guten Kumpel und dabei sehr gute Ratschläge wegen meiner momentanen Befindlichkeit (siehe weiter unten) bekommen. Leichtes Aufatmen.

Am frühen Abend kam der Thronfolger zu Besuch. Die Pizza zum Seriengucken habe ich mir runtergewürgt. Die Befindlichkeit (siehe weiter unten) liegt mir wie eine Faust im Magen.

Früh zu Bett.

Befindlichkeit

Liebeskummer. Eigentlich stand hier noch mehr, aber es wäre nicht gut, könnte das jeder im Internet lesen.

Jahresrückblick

Wegen o.g. Befindlichkeit habe ich momentan keinen Kapazität zur Rückschau. Nur so viel: Dieses Jahr wurde es ernst mit dem Homeoffice: Ich habe mir einen ordentlichen Schreibtisch gekauft und einen Monitor. Netzwerk- und andere Verkabelungen ausgebaut (ich bin zu faul zum Umstöpseln). Gefühlt Wochen am Stück nur von daheim aus gearbeitet und dabei nach Feierabend wie viele ein wenig in Alkohol und schlechtem Essen versumpft. Ich habe gelernt, wie wichtig mir der persönliche Kontakt zu meinen Arbeitskolleginnen und -kollegen ist, obwohl ich mich ja selbst immer eher als verschrobenen Eremiten gesehen habe. Vielleicht bin ich ja in Wirklichkeit ein verschrobener Eremit, der gerne unter Leute geht?

  1. Kaum die Freunde gesehen, von einem Besuch in Hameln im Mai mal abgesehen (war echt schön).
  2. ,,Homekneiping'' via Videokonferenz entdeckt und darüber neue, sehr nette Menschen kennengelernt.
  3. Nach Jahren des Kleingehaltenwerdens und kleingeistiger Bekrittelung und Zurücksetzung meiner Arbeit auf der alten Stelle bin ich nach dem Wechsel Anfang 2019 nun im November 2020 befördert worden. Mir geht es dabei nicht um das Geld sondern die Anerkennung tut unendlich gut und ich scheine ja dann wohl doch nicht alles falsch gemacht zu haben.
  4. Im Mai wurde unsere Ehe geschieden. Als meine nun geschiedene Ehefrau und ich das Gerichtsgebäude verlassen hatten, haben wir noch kurz mit dem Anwalt geredet und dann sind wir beide zusammen was Trinken gegangen. Irgendwie war es gut, dass es endlich einen Schlussstrich gibt, aber es tut auch jetzt noch verdammt weh.
  5. Eigentlich wollten der Thronfolger und ich im Sommer eine kleine Reise nach Wien unternehmen, haben das aber dann doch gelassen. Das Risiko war einfach zu groß. Überhaupt hatte ich das Jahr über versucht, keine Pläne für irgendwas zu machen.
  6. Mein erstes Weihnachten ohne meine Eltern persönlich getroffen zu haben. Videokonferenz am ersten Weihnachtstag war schön, aber auch irgendwie ein bisschen zu sperrig (meine Eltern sind an ViKos natürlich überhaupt nicht gewöhnt — im Gegensatz zu mir). An Heiligabend besuchten mich der Thronfolger und seine Mutter und das war schön. Der Rest des Festes war sehr traurig.

Tja … da meinte ich, ich würde kaum was zum letzten Jahr schreiben können und dann kommt doch eine ganze Menge zusammen!

Aus dem Netz gefischt

Anleitung: Wie eine Möbelmesse nicht funktioniert

Sehr unterhaltsam geschrieben. Ich erinnere mich daran, wie ich damals mit Freundin und einem guten Freund über eine Ernährungsmesse (die Anuga?) irrten. Wir waren an einem Tag in die Messe gelangt, an der eigentlich kein Publikumsbesuch erlaubt war. Irgendwann erreichten wir die Halle mit den Brauereien und über den Rest des Tages wollen wir nun den Mantel des Schweigens werfen.

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Du mich auch 2020, du mich auch

Zwischenzeitlich habe ich ja so meine Zweifel, ob ich hier an dieser Stelle so viel von meinem Innenleben preisgeben sollte. Auf der einen Seite gefährlich, auf der anderen Seite habe ich ja nicht viel zu verbergen, was meine Befindlichkeiten angeht. Solch persönlichen Einträge wie der oben verlinkte oder die von Christian machen mir dann aber wieder Mut und das Schreiben hilft mir dann sehr.

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Ein Corona-Jahresrückblick

Dem ist nichts hinzuzufügen.

2020-12-29 Dienstag

Die Nacht

Erst wollte der Schlaf wieder nicht kommen, dann schlich er sich doch noch um die Ecke. Mir träumte, dass ich ein Teufel sei und ich ging mit anderen Teufeln den Fahrradweg entlang. Da stand am Wegesrand eine junge, schöne Frau. Sie war ein Engel. Die Teufel umringten sie. Ich stellte mich an ihre Seite, um sie notfalls zu beschützen, doch selbst der Oberteufel traute sich nicht, Hand an sie zu legen.

Der Morgen

Den Wecker von halbs sechs auf sechs Uhr vorgestellt und dann auch aufgestanden. Die Müdigkeit war trotz des lückenhaften Schlafes in der Nacht nicht so schlimm wie am Morgen zuvor. Noch zwei Tage, dann sollte das lange Silvesterwochenende kommen!

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07:00 Uhr: Duisburg Hauptbahnhof. Der Koblenzer steht am Nebengleis. Die Bahnsteige sind nahezu leer.

Der Tag

Das Dienstgebäude schien heute noch leerer als gestern gewesen zu sein. Die Kollegin und ich arbeiten ein bisschen Routine weg und reden viel miteinander. Meine wunde Seele kommt mehr und mehr zur Ruhe. Gegen Nachmittag kommt uns noch ein Kollege vom IT-Support und wir haben mit ihm ein wenig gequatscht. Er berichtete uns, dass das Haus wie ausgestorben sei. Der Rest des Arbeitstages war weiter unspektakulär. Feierabend pünktlich zum Ende der Öffnungszeit um 16:30 Uhr.

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Chronik aus dem Jahr 2020: In diesem Jahr wurde es total uncool, Frauen Fotos von Dick Cheney zu schicken.

Der Abend

Nach Feierabend das iPad für den Thronfolger von der Packstation abgeholt (ein gemeinschaftliches, aber leider verspätetes Weihnachtsgeschenk). Auf dem Rückweg von der Packstation bei Köfteland schwach geworden und eine Köftetasche geholt, die wie gewohnt sehr köstlich war.

Abends kamen schwerwiegende Gedanken nach oben. Nichts Schlimmes oder Depressives, aber ein Thema was mich emotional sehr auflädt (ok: Es geht um die Liebe). Um mich ein wenig abzulenken, die unten verlinkte Sendung ,,House of Trumps'' geschaut. Später dann Musik gehört und nachgedacht. Die Ergebnisse sind zu persönlich, um sie hier reinzuschreiben.

Aus dem Netz gefischt

House of Trumps – Peter, ein deutsches Geheimnis

(Mal wieder) ein Meisterstück von Olli Dittrich!!

2020-12-28 Montag

Die Nacht

Weitgehend schlaflos. Vielleicht war es ein Fehler, zu lange am PC zu sitzen, denn vor meinem inneren Augen zogen unruhig Landschaften vorbei. Mir träumte, ich wäre der Spross einer wichtigen und alten Familie. Ich hörte davon, dass Menschen darunter zu leiden hatten, dass ihre Identitäten von Doppelgängern übernommen wurden. Selbst eineiige Zwillinge hatten eineiige Doppelgänger! Da musste etwas getan werden. Noch im Foyer des Familienanwesens bat ich den Notar, er möge mir Schwert und Rüstung besorgen. Er verschwand, um kurz darauf mit dem Angebot zurückzukehren. Er hatte da etwas Schönes aus dem 19. Jahrhundert gefunden. Schwert und Rüstung waren beide etwas Besonderes! Ich war begeistert!

Der Morgen

Aufgestanden um Viertel nach fünf. Angezogen und gewogen: 148 kg! Die Kurve zeigt nach den Weihnachtsfeiertagen steil nach oben — und das habe ich alles ganz ohne Süßigkeiten geschafft! Ab jetzt ist wieder Disziplin angesagt!

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Auf dem Weg zum Hauptbahnhof einen Brief an einen alten Schulfreund eingeworfen und mich seit Tagen endlich wieder über maskenbedingt beschlagene Brillengläser geärgert. Die Straßen waren leer, aber nicht ausgestorben.

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Das Dienstgebäude lag da wie ausgestorben. Nur der Empfang und der Kollege aus der Poststelle ist um halb sieben Uhr morgens da. Ich kochte mir erst einmal einen starken Kaffee, dann schloß ich den Dienstrechner an. Die Arbeitsaufträge hielten sich in Grenzen und in mir keimte die Hoffnung auf, dass das auch so bliebe.

Der Tag

Viel mit der netten Kollegin gequatscht, die mit mir zusammen die Stallwache hat. Ein ruhiger und netter Arbeitstag.

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Zufallsfund:

(Zitat)

Die komplette „Alien vs. Predator“-Reihenfolge:

  • „Alien vs. Predator“ (2004)

  • „Aliens vs. Predator 2“ (2007)

(/Zitat)

Super! Endlich kenne ich die korrekte Reihenfolge der zwei Alien vs. Predator-Filme!!

Der Abend

Auf dem Heimweg versucht, eine Flaschenpost-Bestellung für Silvester aufzugeben, doch die nahmen keine Aufträge mehr an: Sie sind überlastet. Ich nahm mir vor, es am nächsten Tag noch einmal zu probieren oder für den Silvestermorgen vorzubestellen.

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Daheim ein Kärtchen von einer Nachbarin an meiner Tür. Sie hatte ein Päckchen für mich angenommen! Da ich keines erwartet hatte, war ich natürlich ziemlich aufgeregt. Allerdings musste ich erst noch wieder einmal durch das Treppenhaus stapfen, um ihre Wohnungstür zu suchen (bis auf den älteren Herren im Erdgeschoss und meinen chinesischen Nachbarn von gegenüber kann mich mir keine Namen im Haus merken). Unterwegs ging das Zeitschaltuhrlicht aus und ich tapste ängstlich die Stufen hinunter bis zum nächsten Lichtschalter.

Das Päckchen entpuppte sich als Weihnachtsüberraschung meines alten Freundes A.:

Weihnachtsüberraschung

Spitzwegs ,,Bücherwurm'' hat mich natürlich besonders bewegt und ich habe es sogleich aufgehängt.

Am Abend habe ich mich bei A. mit einem Brief im Stile eines widerlichen deutschen Kolonialbeamten in Afrika bedankt.

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Eine kleinere Aufgabe, welche schon länger in meiner Todo Liste herumdümpelte, war mein iCloud-Adressbuch aufzuräumen. Durch mein Dienst-iPhone habe ich meine uralte Apple-ID wieder reaktiviert und mit dem Gerät verknüpft. Da tauchten auf dem iPhone plötzlich vergessene Kontaktdaten auf. Die wollte ich dann mal in Ruhe vom heimischen PC aus aufräumen und stockte plötzlich bei einigen Porträtfotos, die ich schon damals gerne in meinem Adressbuch hinterlegt hatte. Beim Betrachten der Fotos kam mir ein Zitat aus dem Film ,,Brazil'' in den Sinn. Als nämlich Sam mit Mr. Helpmann alleine ist und der Freund seines verstorbenen Vaters in Erinnerung an eben diesen Freund wehmütig wird, spricht er — Mr. Helpmann — plötzlich vom ,,Geist in der Maschine'' und schreibt mit dem Finger ,,ERE IAM JH'' in den Staub. Das ist ein Anagramm von JEREMIAH, der Name von Sams Vater und (wie sich später herausstellt) ein wichtiger Geheimcode.

An diesen ,,Geist in der Maschine'' musste ich denken, als ich diese Kontakte und Fotos war. Manchmal sind Menschen für uns nur noch Geister in der Maschine. Vielleicht werden wir durch unsere Spuren im Netz selber zu Geistern in der Maschine.

Aus dem Netz gefischt

Boris Johnson: Niederlage eines vollendeten Opportunisten | Via Caasn

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Der Weltraum, unendliche Weiten

Ein ganz toller Artikel über das, was wir über das Universum wissen und nicht wissen.

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77 gute Nachrichten, von denen du 2020 wahrscheinlich nichts mitbekommen hast

Da sind wirklich schöne Nachrichten dabei …

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Was Meditation wirklich bringt – und was nicht, verständlich erklärt

Nach langer Pause habe ich wieder vorsichtig mit dem Meditieren begonnen und bin mal wieder erstaunt, welche positiven (in meinem Fall: Beruhigende) Effekte das für mich hat. Ich muss mich ja sonst eher total auspowern oder Medikamente nehme, um ruhiger zu werden.

2020-12-27 Sonntag

Die Nacht

Schlaf mit vielen Unterbrechungen. Mir träumte, ich würde mich mit meinem besten Freund Flöte in Düsseldorf treffen. Wir liefen durch die Stadt, doch es wurden immer mehr Menschen in den Straßen. Die Menschen rannten voller Angst in eine Richtung und wir folgten ihnen. Wir durchquerten die Gänge von U-Bahnen und ich stritt mit einem jungen Mann, der ein Coronaleugner war. Er faselte irgendwelche zusammenhanglose Zahlen vor sich hin und auf meine Frage, wem dieses Verschwörung denn nützen würde, sagte er, dass er das nicht wisse. Das Ziel der weltweiten Verschwörung sei seiner Meinung, dass alle eine Maske trügen. Flöte und ich landeten in einem großen, rustikalen Restaurant. Es war voll hier und die Menschen aßen und tranken. Niemand trug eine Maske, niemand hielt Abstand. Als ich mein Halstuch vor das Gesicht zog, wurde ich angefeindet. Sie suchten den Ausgang und fanden ihn nicht. Im obersten Geschoss gab es eine Art Wintergarten und hier sammelten sich auch andere Passanten, die den Ausgang suchten. Es lag dort auch ein Mann auf dem Boden. Er lag dort wie tot und doch stand er mit einem mal auf. Der Mann machte ein furchtbares Geräusch und Aerosol strömte aus allen Öffnungen des Kopfes. Die Scheiben beschlugen und alle gerieten in Panik. Ich lief davon, da hörte ich Flöte rufen. Er rief nach mir um Hilfe! Ich kehrte um und sah, dass er sich in seiner Verzweiflung ein Plüschkostüm angezogen hatte und nun aussah wie ein grüner Drache. Ich griff seine Hand und zog ihn mit mir nach draußen auf ein Dach. Dort schauten wir uns nach einer Möglichkeit um, nach unten zu gelangen. Ich entdeckte, dass man auf das Dach des Nachbarhauses klettern und von dort aus über die Garage sicher zum Erdboden gelangen könnte, doch auf dem standen die Bewohner des Hauses und schauten böse. Lauter Motorradlärm ertönte und eine Rockergang kam vorgefahren. Die bösen Nachbarn jubelten. Die Rocker entpuppten sich als Monster, welche die Apokalypse dazu nutzten, das Restaurant zu überfallen. Die Gäste und die Servicekräfte schrien vor Angst und viele versuchten zu fliehen. Sie wurden von den Rockern niedergemacht. Eine große, schöne Frau wandelte zwischen den Opfern entlang. Aus einem quer über ihre Brust geschnallten Gurt holte sie Wurfmesser um Wurfmesser und warf sie willkürlich auf Männer, Frauen und Kinder. Der Anführer entriss eine Frau ihrer Familie und stieß ihr einen Haken in den Kopf. Wie sollten wir dieser Szene, die eines Gemäldes von Hieronymus Bosch würdige gewesen wäre, nur entkommen? Da sah ich ein gusseisernes Gitter, welches sich öffnen ließ. An langen Ketten konnten Flöte, ein junger Mann in Lederjacke und ich uns herablassen in der Hoffnung, hier unten einen Fluchtweg oder wenigstens ein Versteck zu finden.

Mir träumte außerdem, ich müsste von meinen Eltern aus nach Hause fahren. Da die Zugstrecke nach Dortmund wegen Bauarbeiten noch immer gesperrt war, musste ich den Schienenersatzverkehr nach Bergkamen nehmen. Wie immer war ich unsicher, ob ich den richtigen Bus erwischen würde und stieg ein. Der Bus war voll und ich stand recht weit vorne. Auf der Fahrt unterhielt ich mich mit zwei Kindern. Beide waren Brüder und hatten ein asiatisches Aussehen. Der jüngere wollte raten, was für eine Art Soldat ich bei der Bundeswehr gewesen war und ich erklärte ihm, was Fernmeldeaufklärer so machen. Der ältere von beiden erzählte mir von einem Waschmittelhersteller, der einmal eine Art Ausgabesystem für Waschmittel-Pads auf den Markt gebracht hatte. Dieses Teil sah jedoch für kleine Kinder so verlockend aus, dass viele die Pads für Süßigkeiten gehalten und diese verschluckt hätten. Ihre Mutter hätte den Waschmittelspender deswegen immer unter Verschluss gehalten. Der Bus kam in einer Stadt an und plötzlich fuhr er in einen Kiosk. Dort stiegen wir aus und wunderten wir uns. Waren wir wirklich in Bergkamen? Kamen mir Straßen und Häuser bekannt vor? Der Junge vermisste seinen kleinen Bruder und gemeinsam beschlossen wir, ihn zu suchen.

Der Morgen

Aufgestanden um neun. Noch immer ganz schön platt, was sicher auch zum Teil am Pipamperon lag. Beim Kaffeekochen eine launige Sendung über die Vorhaut Christi gehört.

Im Radio erzählte der Wetterbericht außerdem von Schnee und Sturmböen. Ob ich heute nicht lieber drinnen bleiben sollte?

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Die Stimmung hat sich durch den relativ guten Schlaf und sicher auch wegen der Tablette am Abend zuvor gehoben. Es fühlt sich alles ein bisschen kuschelig an, was vielleicht auch an den flauschigen Stoppersocken liegt, die wir auf der Arbeit alle von unserer Chefin geschenkt bekommen haben.

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PHP-Version auf dem Webserver aktualisiert. Ein kurzer Moment der Aufregung, aber es scheint alles weiterhin zu funktionieren.

Der Tag und der Abend

Den Thronfolger besucht, um bei einem PC-Problem zu helfen (es muss eine neue Festplatte gekauft werden). Daheim dann erst einmal eine zwei neue Festplatten bestellt: Eine ist für den Thronfolger und eine kommt als Backup-Laufwerk in meinen PC. Vielleicht partitioniere ich die Platte dann auch und installiere mal ein reines Linux auf einen Teil davon.

Gegessen habe ich den Rest Grünkohl mit Drillingen aus dem Heißluftfritteuse. Die Waschmaschine lief und zwischen ein paar Angriffen auf die nächste Insel bei Carrier Command habe ich Kleinigkeiten erledigt wie z.B. Schuhe putzen. Dazu noch einem Freund einen Brief geschrieben. Kniften (eigentlich Roggenbrötchen) für den nächsten Tag geschmiert, abgewogen und in die FDDB-App eingetragen.

Fein gebadet und ein wenig im wirklich unglaublich geschwätzigen Staubfänger gelesen. Auf Youtube eine Doku über die Kelten geguckt.

Gegen halb zehn ins Bett.

Aus dem Netz gefischt

EU-UK: Was das neue Abkommen bedeutet – und was nicht | Via

(Zitat) Zugleich verlieren Britinnen und Briten zum Jahreswechsel das Recht, in allen Staaten der Europäischen Union zu leben und zu arbeiten.(/Zitat)

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Über die weihnachtliche Zuckerstange

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Schulen sind Infektionsherd | Via

Mein Kommentar dazu: Ach, was?

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Homöopathie gefährdet Menschenleben

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Klimawandel in Bangladesch – Lösung für eine neue Landwirtschaft

2020-12-26 Samstag

Die Nacht

Tief geschlafen. Mir träumte, ich wäre auf der Arbeit und die Arbeit war ein riesiges Gebäude mit einer tiefen Schlucht mitten drin. Ich sollte eine leere Kiste Orangensaft in ein Büro bringen, konnte den Namen auf dabei liegenden Zettel nicht lesen. Mir konnte auch niemand dabei helfen. Ich wollte den Kasten dann auch nicht die gefährlich steilen Treppen heruntertragen und wartete auf einen der Aufzüge. Da kam mein alter Schulfreund MK vorbei und erzählte von einer Party, die genau hier und jetzt stattfinden solle — und so war es auch: Überall feiernde, gut gelaunte junge Menschen. Nur Bier gab es keines und das wunderte uns. Hatte man vergessen, welches zu kaufen? Durch eine Glasscheibe sahen wir in einen Raum, wo jedoch Leute Bierflaschen in den Händen hielten. Wir klopften an die Scheibe und eine junge Frau kam heraus, schaute uns mit großen Augen an und gab uns jeder eine Flasche Köstritzer Kellerbier. MK ging voraus in die Schlucht, wo die Party am wildesten tobte, ich jedoch bekam es mit der Angst zu tun: Niemand hielt Abstand, niemand trug eine Maske! Schnell machte ich mich auf den Heimweg.

Der Morgen

Aufgestanden um elf Uhr und erst einmal Kaffee gekocht. Im Radio (WDR 3) läuft sakrale Musik. Seltsame Stimmung. Im Radio wird Erich Kästners Gedicht ,,Der Dezember'' rezitiert und wieder flossen die Tränen. Eine Morgen-E-Mail an liebe Freunde geschrieben. Alles wird gut. Mein bester Freund rief mich an und wir haben uns locker für einen Spaziergang an der frischen Luft verabredet.

Der Tag

Die Stimmung hob sich langsam. Beim tollen Podcast ,,Die größten Hits und ihre Geschichte'' machte mir die Episode zu ,,Roxanne'' Freude. Die Waschmaschine lief und so langsam kam wieder Ordnung in die Bude, aber auch in meinen Kopf und in meine Gefühle.

Der Abend

Irgendwann wurde mir klar, dass man sich auch am zweiten Weihnachtstag mal ein bisschen ablenken darf (ich verbiete mir erstaunlich viele Dinge) und ich schaute Kleinigkeiten auf Youtube und eroberte eine weitere Insel bei ,,Carrier Command: Gaea Mission''. Bei Versuch mit der nächsten Insel (es sind dann noch zwei feindliche übrig) wurden mir zwei Mantas und ein Walrus abgeschossen, da die Insel doch arg stark verteidigt wurde. Ich musste taktisch wieder etwas dazu lernen und konnte mich immerhin recht gut vorarbeiten, während meine Fabrikinseln die Verluste auszugleichen versuchten. Gegen 20 Uhr war ich zum Homekneiping verabredet. Da ich eine Pipamperon genommen hatte, habe ich nur ein alkoholfreies Bier getrunken. Wegen allgemeiner Schlaffheit und auch wegen der Tablette loggte ich mich gegen zehn Uhr aus und ging schlafen.

Aus dem Netz gefischt

Vanessa verlinkt diese schöne ,,Werbung'' für Haushaltsgeräte und das hebt meine Laune doch sehr. Danke, Internet!

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Schlagzeugtalent