Flusskiesels Notizen

12.12.2019: Eine fürs Herz, eine fürs Bett

Foto des Tages

Das Leben sollte ein Brauhaus sein!

Das Leben sollte ein Brauhaus sein!

Tagesgeplätscher

Die Nacht war recht erholsam. Mir träumte, der verstorbene Onkel E., seine Frau und seine Mutter wären zu Besuch. Man hatte wohl gemeinsam einen Film über Napoleon gesehen, während ich versuchte, Daten von alten Datenträgern zu extrahieren. Die Oma schimpfte laut und vernehmlich in meine Richtung über die moderne Technik. Ich hielt dagegen, dass Napoleons größter Fehler ja wohl nicht seine Verschwendungssucht, sondern die Kriege gewesen wären, mit denen er die Welt überzogen hatte.

Da stimmte mir selbst Onkel E. zu.


Den Blogeintrag für gestern habe ich heute pünktlich um 5 Uhr veröffentlicht. Ich bin ein bisschen stolz auf mich.


Seit Donnerstagabend funktionierte die Verbindung zwischen meinem Schrittzähler auf dem Smartphone und dem FDDB-Extender nicht mehr. Bisher wurden die Schritte bzw. die beim Laufen verbrauchten Kalorien automatisch in den Tagesumsatz übertragen. Jetzt aber hatte der Extender keine Berechtigungen mehr und ich ärgerte mich ziemlich darüber. Statt ,,Samsung Health'' habe ich dann Google Fit installiert. Grundsätzlich scheint das schon mal zu klappen, jedoch hatte ich am Morgen nach dem Aufstehen schon über 400 kcal auf der Uhr, die allerdings nicht übertragen wurden.

Seltsam.


Morgen werde ich wohl wieder den Schrittzähler von ,,Samsung Health'' nutzen, denn der sehr freundliche und schnelle Support von FDDB hat mir einen Workaround verraten, mit dem ich wieder Berechtigungen setzen kann. Falls das nicht klappt. werde ich die ,,Meter-Kalorien'' händisch jeden Abend in FDDB übertragen.

Übrigens habe ich mir einen Offline-Schrittzähler bestellt. Mit dem kann ich das Smartphone dann auch mal wieder öfters ausschalten.


Abends mit Freund O. telefoniert. Danach Youtube geguckt und sonst nichts mehr gemacht.

Gedankensalat

,,Weißt Du,'' er beugte sich leicht zu mir rüber und ein leichter Strom Glühweingeruch waberte in mein Gesicht ,,wir waren auf dem Weihnachtsmarkt. Kollegen und ich.'' Er hielt inne und schaute raus in die Dunkelheit. Die Regionalbahn wackelte und das schien im zu missfallen: Er verzog das Gesicht. Die kleine Pause bot mir Gelegenheit, den Mann mir gegenüber genauer zu mustern. Er war ungefähr in meinem Alter. Sah gut aus. Schien durchtrainiert zu sein unter seinem schwarzen Wollmantel. An den Schläfen war das Haar schon graumeliert, was ihm sehr gut stand. Er wirkte so, als habe er genügend Selbstvertrauen, dass er auf Prahlerei und auf große Gesten verzichten konnte -- doch jetzt wollte er wohl reden.

Er hub neu an. ,,Weißt Du, die Kollegen sind sehr nett ... und die Kolleginnen sind sehr süß ... alle beide.'' Er winkte mit der rechten Hand ab, was aber irgendwie nicht zu dem passte, was er da mir erzählte. ,,Die beiden Kolleginnen. Also zwei davon. Beide süß.'' Ich nickte. Warum ich nickte, wusste ich nicht. Es erschien mir einfach nur angemessen.

Der Mann geriet ins Schwärmen: ,,Die eine ist echt eine Granate! Super Figur! Tolle, große Augen! Aber keine Tussi! Eine echte Rassefrau! Aber die andere, mit der kannste Pferde stehlen. Wenn ich die sehe ...'' jetzt wurde er einen Moment still und nun war es an mir, mich zu ihm rüber zu beugen. Glühwein hin oder her ,,... wenn ich die andere sehe, wird mir ganz warm innerlich!''

Jetzt war es raus! Ich unterdrückte ein Lachen und nickte verständnisvoll, was er aber nicht zu bemerken schien. Er schloß die Augen und lehnte sich nach hinten an die Kopfstütze, so als wolle er einschlafen. Er sprach nur noch einen einzigen Satz, dann schlief er mit einem mal ein:

,,Eine fürs Bett und eine fürs Herz ...''

Gelesen, geguckt und gehört

So fühle ich mich, wenn ich auf der Arbeit die neuen Zeitschriftenhefte auspacke und die Werbung heraushole (Youtube, ab Minute 1:46).


,,Make Britain Great Again'', erzählt anhand eines Filmes in zwei Teilen (Teil 1, Teil 2, [Teil 3]()). Ich mag ja diesen langatmigen, sich an Details der Filme entlang hangelnden Stil von Hans Schmid!

Es geht hier um Bodenspekulationen, Gentrifizierung, Geschichte und Rassismus in England.

Kieselfunk

Schrittzähler


Urlaubshilfe


Im Bunker

11.12.2019: Nieselregen und schlechte Laune

Kieselfoto

So wie der Fernsehturm aussieht, so fühle ich mich heute.

So wie der Fernsehturm aussieht, so fühle ich mich heute

Kieseltext

Zu wenig geschlafen. Gestern Abend noch schnell-schnell ein paar notwendige Dinge erledigt, zu spät ins Bett gegangen und dann konnte ich nicht einschlafen. Mit Durchfall und schlechter Laune aufgewacht. Das Aufschreiben der schlechten Laune half.

Leider nicht gegen den heute krummen Rücken.


In Fröndenberg (der Nachbarstadt meines Elternhauses) brennen ein paar hundert Strohballen. Ich möchte mal kurz nach einer Meldung suchen, um sie hier zu verlinken, aber auf jeder Seite gleiten irgendwelche Meldungen über den Bildschirm, fragen mich nach Cookies, wollen mir Benachrichtigungen senden und mich zum abonnieren animieren. Dann eben nicht. Die meisten Artikel sind eh identisch, weil sie zur Funke-Mediengruppe gehören.


Von zwei Bestellungen via Internet habe ich nichts mehr gehört. Fühle mich Black-Friday-geschädigt und werde diesen Tag im nächsten Jahr weiträumig umfahren.


**Bei Christian lese ich, dass Marie Fredriksson gestorben ist. Ich erinnere mich, dass Freund J. mir in den 90er Jahren mal eine sehr schöne, langsame und melancholische Musik vorgespielt hat. ,,Das ist übrigens die Sängerin von Roxette!'' sagte er dazu.


Ab Morgen werde ich hier wieder mit Kategorienüberschriften arbeiten und auch die Lesehinweise wieder mit aufführen. Das erscheint mir sinnvoller als alles zu Zersplittern. Es muss ja auch nicht jeden Tag jede Kategorie hier auftauchen.

Auch werde ich nicht mehr den Titel des Fotos in die Beitragsüberschrift schreiben, weil das irgendwie keinen Sinn ergibt ...


Dogenrausch! Ganz Venedig im Dogenrausch!!


Gegen Abend wurde die Stimmung wieder besser und ich habe bei den kleinen Hausarbeiten Podcasts gehört und so fühlte sich das weniger als Arbeit an.

Leider ist die Urkunde noch immer nicht da.

Kieselfunk

Der Nieselfiesel
Feierabend!

11.12.2019: Gelesen, geguckt und gehört


Nowabo und der Veith Club Veith Lemmen scheint einen sehr großen Anteil am erfolgreichen Mitgliedervotum von Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans zu haben.


Carsten ärgert sich darüber, dass das Internetradio Kiraka durch Standardware ersetzt wurde, und auch wenn ich weder das eine noch das andere kenne, kann ich ihn gut verstehen, denn gerade eine gemeinsame Sendung im Radio ist eine sehr schöne Sache für Eltern mit kleinen Kindern.


Bei Kemperdieck im Taxi auf der halben Arschbacke sitzen -- so stelle ich mir das Leben vor:

Taxifahren | Studio Glumm


Lars gibt ein paar Gedankenstöße, was die Mobilität auf dem Lande angeht und ich stimme ihm zu.


Enno Lenze findet deutliche Worte zur aktuellen Aktion des ,,Zentrums für politische Schönheit''.

10.12.2019: Wie hieß noch gleich dieser Teletubby?

Kieselfoto

Teletubby

Wie hieß noch gleich dieser Teletubby?


Kieseltext

Da ich am Vortag viel geschlafen und später viel herumgelegen habe, war der Nachtschlaf nicht so dolle, aber hinreichend. Ein bisschen unwillig aufgestanden, immerhin war genug Zeit für das Morgenritual mit Kaffee und Blog und Feeds.


Mit den neuen Brillengläsern komme ich schon einigermaßen gut klar. Besonders die Bildschirmarbeitsplatzbrille macht Freude. Die Fernsicht klappt noch nicht so gut, da ich ja einen leichten Silberblick habe Mikroschielen -- es ist aber nicht so schlimm, dass es behandelt werden muss.


Gestern habe ich noch erfahren, dass der Thronfolger große Probleme mit der Programmiersprache hat, die bei ihm in Informatik gelehrt wird. Praktischerweise handelt sich dabei um Java -- die Sprache, an der wir seinerzeit in Wildau programmieren gelernt haben. Also: Nachhilfe bei Papa!


Eine Pop-Up-Zazizki-Manufaktur eröffnen -- aber mehr so als Konzept.


Da triffst Du im Bus Deine (mutmaßliche) Liebe Deines Lebens und kannst sie wegen der neuen Gleitsichtgläser nicht erkennen, denn Du guckst so lange wie ein Chamäleon, bis sich Dein verdammtes Gehirn endlich umgewöhnt hat. Also wird es nichts mit der großen Liebe und Du steigst alleine wieder aus.


Zur Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf komme ich ja dienstlich nicht mehr so häufig, weil diese Gänge meist von Kolleginnen unternommen werden. Heute aber war ich aber mal an der Reihe und wie immer genieße ich den kleinen Ausflug vom Büroalltag. Ich mag die junge und wuselige Stimmung an Universitäten ja sehr gerne.


Zum Abend hin in der leeren Bibliothek ganz laut und schief ,,Last Christmas'' pfeifen! Das hat was!

Kieselfunk

Eier aus der Flasche
Zärtliche Gleitsicht

06.12.2019 bis 09.12.2019: Berlin! Berlin!

Kieselfoto

Graffiti Berlin

Berlin! Berlin!


Kieseltext

Freitag

Am Freitag bin ich hochaufgeregt nach Berlin gefahren um meinen alten Freund J. zu besuchen. Zuerst habe ich mich im Zug gewundert, warum der ICE laut des DB-Navigators eine ,,hohe Auslastung'' haben solle, ab Bielefeld hat sich das dann aber auch bewahrheitet. Ich war froh über meinen reservierten Sitzplatz.


Freitagabend aßen wir Gans im REDSdeli -- das war schon mal köstlich! Der Inhaber und Koch bereitet alles frisch zu und man kann sich dabei prima unterhalten. Er ist ein echter Überzeugungstäter, was gutes Essen angeht!

Danach gingen wir rüber in die Bar Wagemut (Freund J.: ,,Mein erweitertes Wohnzimmer''). Dort habe ich meine vorsichtige Distanz zu Spirituosen mal beiseite gelegt und wurde vom Chef persönlich in die Welt der Weinbrände eingeführt. Unter den von mir verköstigten Köstlichkeiten waren ein Cognac, mindestens ein Brandy und sogar ein erstaunlich guter fünfzehnjähriger Asbach. Die Bar ist einfach nur zum Wohlfühlen, die Leute sind gut drauf und man bekommt immer wieder kostenlos Wasser nachgeschenkt, was bei den hochprozentigen Getränken auch ganz gut ist. Die Cocktails sind auch sehr beliebt.


Samstag

Am Samstag wollten wir erst versuchen, in eine Führung der Berliner Unterwelten zu kommen, doch die gigantische Schlange vor dem Ticketverkauf hat uns abgeschreckt. Den Vormittag über habe ich mich dann mit meinem Master-Kommilitonen F. getroffen und wir haben drei Stunden lang ein kleines Café am Heinrichplatz vollgequatscht.


Auch wenn hier heute Wikipedia-Linkwoche zu sein scheint, mache ich mal chronologisch weiter: Am Samstagnachmittag haben wir kurz den Weihnachtsmarkt auf dem RAW-Gelände (,,Reichsbahnausbesserungswerk'') besucht und nun weiß ich auch, was die ganzen Mittelaltermärkte im Winter machen: Sie verkleiden sich als ,,historischen'' Weihnachtsmarkt.

Ritterschenke

Das RAW-Gelände ist mit seiner vollgesprühten Ruinenstimmung und seinen Pop-Up-Galerien und -bars auf der einen Seite wunderbar chaotisch, auf der anderen Seite hervorragend touristisch erschlossen (Geldautomaten sind vorhanden).

Es gibt auch noch die Hausbrauerei Schalander auf dem Gelände. Mir hat das Festbier am besten geschmeckt.


Nach dem Bier sind wir dann durch die Stadt zurück zur Basis gelaufen. Ich war in Hochstimmung (was auch am Bier lag). In dieser Stimmung habe ich mir dann spontan eine Schiebermütze von Stetson (die mit den Cowboyhüten) gekauft und für ich die Frage nach einer Kopfbedeckung für den urbanen Herren beantwortet -- wobei ich mir fast einen Hut gekauft hätte, aber das behalte mich mir für den nächsten Besuch vor.

Das Abendessen nahmen wir in der Kleinen Markthalle ein, einer urgemütlichen Wirtschaft mit guter Bierauswahl. Dort hätte ich am Urinal fast (!) einen jungen Mann belehrt, dass man nicht gegen andere Menschen Bier trinkt, sondern mit ihnen (,,Da habe ich zwei Maß gegen den Horst getrunken!'').


Den späteren Abend haben wir dann wieder in der Bar Wagemut zugebracht, wo ich als Höhepunkt meiner Weinbrand-Rundreise einen sehr, sehr alten Brandy serviert bekam, von dem ich mir unbedingt eine Flaschen kaufen möchte -- sobald ich das Geld dafür zusammen habe!


Konklusion:
Ich war ja nicht zum ersten Mal in Berlin, aber mir ist jetzt so richtig klar geworden, dass diese Stadt (egal, ob man sie mag oder nicht) gegenüber anderen deutschen Großstädten in einer ganz eigenen Liga spielt: Sie ist größer, lauter, dreckiger -- aber auch bunter und vielfältiger als andere Städte. Ich habe mich -- vor allen Dingen wegen der tollen Begleitung durch J. -- die ganze Zeit wie ein König gefühlt und hätte mich während dieses Wochenendes der große Hammer getroffen, so hätten die Ärzte nach meinem Ableben dieses selige Grinsen operativ aus meinem Gesicht entfernen müssen.


Sonntag

Am Sonntag fuhr ich dann im Laufe des Vormittags wieder heim nach Duisburg. Die Fahrt habe ich als sehr anstrengend empfunden und zu Hause bin ich nur noch schnell in die Wanne und dann früh zu Bett.

Montag

Letztens hatte ich ja 25jähriges Dienstjubiläum und den Tag Sonderurlaub, den ich dafür bekam, habe ich schlauerweise auf den heutigen Montag gelegt. Ich bin ganz schön platt, denn der Schlafmangel und die Aufregung und sicher auch der Alkohol haben ihre Spuren hinterlassen.


Der Gewichtswasserstand betrug heuer 138,8 kg, wobei der ,,Rutsch nach unten'' wohl eher auf Flüssigkeitsverlust zurückzuführen ist. Auf jeden Fall wird ab heute wieder ein Kaloriendefizit gelebt. Es war eine gute Erfahrung, dass ich auch am Berlin-Wochenende, wo ich keine Kalorien erfasst und mir so manches gegönnt habe, trotzdem nicht wie ein Scheunendrescher gefressen, sondern die meiste Zeit achtsam war was die Essimpulse anging. Auf dem Weihnachtsmarkt zum Beispiel bekam ich beim Duft der Garküchen schon einen ziemlichen Appetit, aber ich hatte eben keinen Hunger und konnte es mir sparen, etwas zu essen.


Während ich Wochenend-Rückschau halte, bastelt der Optiker die neuen Gleitsichtgläser in das Gestell. Auf der Nase thront schon die neue Bildschirmarbeitsplatzbrille (ist die deutsche Sprache mit ihren Nomialkomposita nicht wundervoll?) und die Augen (eigentlich ja das Gehirn) gewöhnen sich daran.


Am spätem Nachmittag dann Durchfall. Habe ich wohl von der Fahrt mitgebracht. Man hängt ja doch sehr eng zusammen in so einem Fernzug. Küche gerade noch geputzt, dann auf das Sofa.


Den Abend Youtube und Netflix geguckt. Trockenhefe half mal wieder gegen den Durchfall.


Kieselfunk

Reisefieber

Eine Schiebermütze auf der Nase

05.11.2019: Willkommen im Club

Bild Titel

Willkommen im Club!


Kieseltext

Erschöpfter Nachtschlaf. Viele Träume, die jedoch nach dem Aufwachen zersplitterten und schmolzen wie Eis. Nur einer ist mir noch erinnerlich: Mir träumte, dass Hape Kerkeling im Bundestag der AfD die Leviten las. Später war ich auf einer Baustelle und dort wurde so ein Stahlding von einem Kran hochgezogen und wieder auf den Boden geknallt, wohl um den Untergrund zu festigen. Selbst ein Rentnerbus hielt an, um sich das anzusehen. Der Vorarbeiter fragte mich, ob ich mich nicht dort mit draufstellen wollte, doch ich traute mich nicht.


Ich experimentiere hier im Blog noch etwas mit der Form herum. Das tägliche Foto (mal sehen, wie lange ich das durchhalte) einzubinden, gefällt mir schon mal gut -- auch wenn das Bild mit dem Blogpost nicht immer in Beziehung steht.

Die Anfänge der Absätze fett zu machen, habe ich mir ja von Christian abgeguckt und die ,,Struktur'' (Kieseltext und Kieselfunk) gefallen mir auch. Vielleicht füge ich noch ,,Kieselbild'' hinzu.


Als ich gestern nach Hause kam, standen vor dem KöPi-Haus ein Kranken-, ein Notarzt- und mehrere Polizeiwagen. Wohl ein Verkehrsunfall. Die vielen Blau- und Warnlichter waren wunderschön und ich musste tatsächlich doch den Impuls unterdrücken, mein Handy für ein Fopto herauszuholen.


Heute musste ich wegen Physio erst relativ spät (acht Uhr) aus dem Haus, bin aber schon gegen kurz nach sechs aufgestanden. Schön ist, es trotz der stressigen Tage dann doch mal Zeit für sich zu haben. Habe darauf verzichtet, schon am Morgen irgendwas aufzuräumen.

Überhaupt: Aufräumen! Ich lasse ja immer alles liegen, wo ich stehe und muss dann später alles aufwändig wieder Wegräumen. Ich beneide ein wenig meine Eltern, die einfach alles, was sie gebraucht haben, sofort wieder an seinen Platz stellen.


So langsam entwickelt sich meine Abschlussurkunde zu einer fixen Idee. Sie müsste jeden Tag ankommen und ich glaube ja erst, dass ich bestanden habe, wenn ich die Urkunde in Händen halte. Auf dem Heimweg wuchs die Vorstellung in mir, wie es sich wohl anfühlen würde, wenn es endlich so weit wäre und vor dem Briefkasten habe ich einen kleinen, klitzekleinen Nervenzusammenbruch erlitten.

Im Briefkasten war nur eine Arztrechnung und ein Verzehrgutschein der Deutschen Bahn in Höhe von 5 Euro.


Wegen den komischen Gefühlen in mir trinke ich dann doch ein Bier. Meine Playlist ,,Zum Freuen'' richtet mich wieder etwas auf. Jetzt möchte ich gerne Drogen nehmen und rumfahren.


Wenn Du Schuhe putzt und Du erst nach zehn Minuten Rubbeln an diesem blöden Fleck merkst, dass er doch nur Jack-Wolfskin-Logo ist.


Kieselfunk

Mein Name ist Prepper. James Prepper.

Till und Obel -- eine Erwiderung
Neuer James Bond Film
Prepper
Meter-Erfolg

04.12.2019: Der Fernsehturm ist heute besonders groß

Bild Titel

Der Fernsehturm ist heute besonders groß


Kieseltext

Die Nacht war nicht ganz so erholungsreich wie erhofft (ich konnte nicht gut einschlafen), aber der Schlaf war hinreichend. Das frühe Aufstehen fiel mir dann doch leicht. Es nervte ein wenig, dass die Woche so voll ist: Heute musste ich recht früh Feierabend machen, um bei der kleinen Post ein Paket abzuholen (es wurde umgeleitet, weil die Packstation voll ist) und die Todo-Liste füllte sich immer weiter. Donnerstag würde ich dafür sehr lange arbeiten müssen, um die späte Physio an diesem Tag wieder auszugleichen. Auf der anderen Seite will ich nicht Jammern, denn es läuft momentan recht gut und auch mit Bewegung und Ernährung klappt es ganz gut.


Heute habe ich eine Wiegepause gemacht. Bei einem Kaloriendefizit von 1.900 kcal brauche ich mir keine Gedanken über das Gewicht zu machen.


Bevor mir etwas über hundert Prämienpunkte bei der Bahn verfallen, habe ich mir einen Verzehrgutschein über 5,- Euro bestellt. Vielleicht ist der ja vor meiner nächsten längeren Fahrt da. Allerdings schiele ich auf die DB-Tageskarte für einen ganzen Samstag für 2000 Punkte. Die könnte ich für einen schönen Tagesausflug nutzen: Samstagmorgens gaaanz früh aufstehen und losdüsen und abends wieder heimkommen -- und das alles für Noppes. :-)


Gestern erreichte mich noch eine Einladung für einen Konzertbesuch in Düsseldorf. Da ich die Menschen und den Lärm scheue, musste ich leider absagen und irgendwie tut mir das ein bisschen weh.


Und plötzlich ist alles anders: Die gelassene Fröhlichkeit des Morgens ist passé, die gute Laune verflogen. Die Pläne, die man geschmiedet hat, sind Makulatur. Das Glück ist zersprungen, das Herz tut weh. Frust und Hoffnungslosigkeit sind die neuen Brüder des Lebens.

Denn:
Der Jackenaufhänger ist abgerissen.


Seit ein paar Tagen hat die Leitung Urlaub und ich schließe die Bibliothek ab. Es ist eine sehr schöne Stimmung, wenn das Haus in Ruhe liegt, alles draußen dunkel ist und ich noch einmal eine Runde durch die Räume mache, Licht und Elektrogerät ausschalte und wenn der Buchscanner noch einmal laut ,,Scanner fährt herunter!'' ruft, bevor auch er für die Nacht die Augen schließt.

Ab und an knackt das alte Holz und die Bücher rascheln vorsichtig mit den Seiten. Sie können es kaum erwarten, bis der dicke Mann endlich weg ist.

Dann gehört die Bibliothek ihnen.


Die Tage bis zum Wochenende werden stressig, denn ich muss noch viele Dinge erledigen und auch noch viel Arbeiten. Immerhin habe ich morgen erst um 9 Uhr Physio und kann deswegen heute länger aufbleiben.

Oder ich stehe morgen so früh auf wie sonst und erledige Dinge am Morgen.


Apparate, die auf Kabeln stehen.


Als Führungskraft einfach mal die Untergebenen in der Einladung zur Weihnachtsfeier mit ,,Ihr widerwärtiges Gezücht'' ansprechen.


Am Abend nach dem etwas größeren Einkauf über 20.000 Schritte auf der Uhr. Noch etwas digitalen Papierkram (Rechnungen bezahlen ...) und dann ab ins Bett.

Kieselfunk

Lesebonus


Verwirrung aufschieben!