KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Traumtagebuch 2021-04-24: Pressekonferenz

Es war eine ganz besondere Nacht: Der Ministerpräsident sollte in unserer Bibliothek eine Pressekonferenz geben! Meine Bibliotheksleiterin und ich waren extra dageblieben. Um fit für eventuelle Rechercheaufträge zu sein, wollte ich noch ein paar Stunden schlafen. Also zog ich mir meinen Schlafanzug an und legte mich in mein Bett in einem der Bibliotheksräume. Ich schlief ein und wurde durch Lärm wach: Ein Hubschrauber landete! Der Ministerpräsident kam herein und lief an meinem Bett vorbei in den Konferenzraum, gefolgt von einer Meute Journalisten. Die Presseleute mussten jedoch noch eine gewisse Zeit warten, bis sie in den Raum gelassen wurden und währenddessen fotografierten sie die Bibliothek und mich. Ich versteckte mich unter meiner Bettdecke und schimpfte laut: Was für eine Frechheit!

Als alle weg waren, stand ich auf und zog mich an. Die Nacht verging ohne besondere Vorkommnisse wie im Flug. Am nächsten Morgen ärgerten wir uns über ein doofes Zeitschriftenabonnement. Diese Zeitschrift hatte nämlich unzählige Nebentitel und Beilagen und niemand konnte die korrekt verbuchen -- trotzdem wollte das Abo aber korrekt bezahlt werden!

2021 KW 14

Montag

Erstaunlich gut geschlafen und fröhlich aufgewacht. Noch 3 Tage bis zur Heimfahrt!

Für den Tage hatte ich mir vorgenommen, mal in die Nachbarstadt zu wandern, doch mir kamen Zweifel: Ist das überhaupt erlaubt? Darf ich überhaupt zu Fuß in ein anderes Bundesland? Brauche ich einen Passierschein? Ein Visum?

Wenn ich das so richtig lese, sieht es ganz gut aus mit meiner Wanderung. Außerdem will ich ja nirgendwo einkehren, sondern einfach nur draußen im Grünen herumlaufen.

Leider war der Tag regnerisch. Ich bin trotzdem am Rhein entlang nach Unkel gelaufen, was erst ganz gut geklappt hat. Dann jedoch nahmen Wind und Regen zu und ich musste ich in einer Schutzhütte besagten Schutz suchen. Später lief ich weiter bis zur Burg Vilzelt. Die Burg ist nur der Rest einer kleinen Dienstburg, aber trotzdem schön anzuschauen. Eigentlich wollte ich danach am Rheinufer entlang wieder zurück, aber der Regen und der Wind wurden immer stärker. Auch unter meiner Regenjacke wurde es langsam ungemütlich, so dass ich durch das Städtchen gegen Wind und Graupel zum Bahnhof Unkel lief und von dort den Zug nach Bad Honnef nahm. Zurück in der Klinik habe ich erst einmal die nassen Klamotten gegen trockene getauscht und mich für zwei Stunden hingelegt. Die Kälte und die Anstrengung (ich war sehr schnell gegangen) war zu viel gewesen.

Dienstag

Wieder ein Tag mit vielen ,,letzten Malen'': Letztes Mal Großgruppe, letztes Mal Einzeltherapie. Am Nachmittag Besuch von meinem besten Freund Flöte. Wir sind durch Bad Honnef gewandert (etwas anderes blieb uns ,,in diesen Zeiten'' auch nicht übrig ...) und wanderten durch Wind, Sonnenschein, Graupel und Schnee. Allerdings war es nicht so schlimm wie mein Wanderversuch tags zuvor. Es tat unendlich gut, meinen alten Freund wiederzusehen und mit ihm zu Quatschen (es war auch viel Unsinn darunter).

Am Abend war ich mal wieder schön platt und habe Kram eingepackt. Zur Entspannung habe ich die SD-Karte, die in meinem kleinen LTE-Router habe, als Laufwerk freigegeben und nun kann ich von den Clients aus via FTP (!) darauf zugreifen. Das brauche ich zwar nicht, aber wer weiß, wofür das gut sein kann...

Mittwoch

Die Nacht war voll von vielen kurzen Träumen, die aber alle eine gewisse positive Grundstimmung hatten.

Aufgestanden wie gewöhnlich um sechs Uhr morgens. Die Aufregung steigt langsam, aber stetig. Der Koffer ist schon fast fertig gepackt und ich bin froh, eine Reisetasche mit Wäsche bereits vorgeschickt zu haben.

Donnerstag

Smartphone und Notizbuch: Die Welt in der Tasche und das Herz in der Hand.

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Abfahrtstag. Aufgeregt und müde. Voller Melancholie von meinem Zimmer verabschiedet. Was für eine irre Zeit hier! Der Sessel in der Leseecke schaut traurig, der kleine Schreibtist beleidigt. Der Blick aus dem Fenster ist neutral wie eh und je. Die Schranktür klappert ein letztes Mal.

Abschniednehmen von den Geistern dieses Ortes. Die Gespenster, die ich von hier mitnehmen werde, sind keine Angstgestalten -- sie sind Schemen des Gefühls am Rande meiner Wahrnehmung.

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Am Lieblingsplatz am Ohbach sitzen und noch einmal dem Plätschern zuhören. Noch einmal Abschied nehmen. Der Bagger am Ufer gegenüber schweigt heute mir zuliebe.

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Daheim in Duisburg erst einmal vor Freude geweint.

Freitag

Gedanke: Vielleicht sind Smartphones nicht unbedingt nur deswegen so attraktiv für die Menschen, weil sie viele kleine ,,Belohnungen'' in unser Hirn triggern, sondern auch, weil sie uns helfen, uns von unseren eigenen Emotionen abzuschotten.

Samstag

Fuck All The Perfect People - Chip Taylor

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Mundgerechte Tierhaltung!

Sonntag

Man kann auch Sehnsucht nach der Sehnsucht haben.

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In mythischer Vorzeit trank der alte, bärtige Mann Unmengen von Bier und wurde vor dem PC transzendent. Dabei hörte er skandinavische Runenmusik.

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Hallenbäder: Eine Mischung aus Ekel und Geilheit.

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Abends gemütlich in die Pullerwanne und dabei ein wenig gelesen. Das Leben ist schön!

Aus dem Netz KW 14/2021

Besuch in Bhagwan-Kommune - wo der Sex die Gemeinschaft zusammenhält

Wenn das Wort ,,Sex'' im Titel vorkommt, dann muss ich das hier natürlich verlinken! ;-)

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Rechter Terror, verständlich erklärt

Schon überall verlinkt und hier noch mal der Vollständigkeit halber ebenfalls erwähnt.

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Der Krieg im Norden Äthiopiens, verständlich erklärt

Nach dem Friedensschluss gab es Hoffnung für Äthiopien und Eritrea. Ich erinnere mich an einen Beitrag beim Deutschlandfunk über das erste Linienflugzeug, dass zwischen den beiden Ländern flog und welche Feststimmung darin herrschte. Nun gibt es wieder Krieg und es sieht leider überhaupt nicht nach einem kurzen Konflikt aus.

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Der Kiezschreiber rezensiert Glumms Buch ,,Geplant war Ewigkeit''

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Mad Max – German Edition

(Zitat)Mad Max, gespielt von Armin Rohde, fährt mit seinem Ford Capri durch ein postapokalyptisches Ödland zwischen Stuttgart und Reutlingen.(/Zitat)

Spätestens da hat er mich gehabt ...

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Tech-Konzerne wollen unsere Aufmerksamkeit – wir brauchen eine Strategie des Widerstands

Ein schon älterer und wahrscheinlich schon den meisten bekannter Artikel. Ich habe ihn letzten mal wiederentdeckt und er ist noch immer aktuell!

Traumtagebuch 2021-04-11: Das fliegende Schloss

Mir träumte, ich wäre Gast in einem fliegenden Schloss. Unzählige kleine Schornsteine von Kaminen und Öfen ragten aus dem Dach des Schlosses in den Himmel und hielten es damit in der Luft. Das das Gebäude geriet in Schwierigkeiten und landte plötzlich im tosenden Meer. Viele der Öfen wurden durch hereinschwappende Wellen gelöscht, doch der Schlossherr konnte das Schloss wieder nach oben bringen. Wir landeten in einer mit Gras bewachsenen, hügeligen Landschaft. Dort wurden die Schäden begutachtet und der Schlossherr schickte jeden, den man entbehren konnte, zum Holzsammeln und Bäume fällen. Jemand brachte eine Vielzahl unterschiedlicher Sägen wir machten uns sofort an die Arbeit. Ein Mann und sein kleiner Sohn mühte sich mit einer Blattsäge an einem dicken Baum ab. Ich löste das Kind ab und wir sägten so lange, bis der Mann auf einmal wegging und ich aufhören musste. Hinter dem Baum stand ein Haus und ich ging dort hinein. Dort war auch eine unheimliche Frau, die ebenfalls wegging. Ich begann, einen offenen Kamin abzureißen, da dieser aus Holz bestand.

Aus dem Netz KW 13/2021

Duisburger Nächte

Fußball interessiert mich mit den Jahren immer weniger und die Weltmeisterschaft in Katar kann mir echt gestohlen bleiben. Diese Analyse des letzten Spieles der Nationalmannschaft (welches ich nicht gesehen habe) finde ich jedoch recht erhellend.

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Der liberale Papst ist gescheitert

Die Kirchenfürsten wollen, dass die katholische Kirche zu einer kleinen Sekte wird? Nur zu! Aber bitte vorher die ganzen weltlichen Reichtümer zurückgeben, die sie sich vorher zusammengeklaut und -gelogen hat!

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25 top tips for Google Keep on Android

Für Dinge, die ich für einen längeren Zeitraum digital aufbewahren möchte, nutze ich schon seit Jahren Evernote. Allerdings ist Google Notizen ebenfalls ein sehr mächtiges und praktisches Werkzeug, dass sich auch nahtlos über die verschiedenstens Plattformen synchronisiert. Ich benutze es buchstäblich als Notizblock für vorübergehende Notizen und als systemübergreifende Zwischenablage.

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Plant for the Planet: Der Märchenwald

Wie so mancher Euro hier und da versickert ...

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Coronabekämpfung in Deutschland: Es gibt kein deutsches Impfdesaster

Friedrich Küppersbusch rückt ein paar Dinge zurecht.

Traumtagebuch 2021-04-06: Kläranlage

Mir träumte, ich würde bei meinen Eltern wohnen und wir hätten Besuch von anderen Kindern. Gemeinsam mit dem Besuch und mit der kleinen, dünnen Austauschschülerin liefen wir spät abends über die Straße zur Kläranlage. Dort ließ uns mein Vater ein und er wollte uns alles zeigen. Es war sehr aufregend, durch die in Dunkelheit getauchte Anlage zu rennen. Ich warnte die Austauschschülerin davor, sich von den anderen zu trennen, denn es gäbe hier viele gefährliche Löcher. Leider kam auch der Meister und wir mussten wieder heim. Freund MJ und ich schlichen voraus. Später beschwerte sich mein Vater bei meiner Mutter, dass der Meister den Kindern nur den Blutdruck gemessen und nicht die Rechenanlage gezeigt habe. Gegessen haben wir chinesischen Rosenkohl.